Angst vor Islamisten Pakistans Armee riegelt Grenzstadt ab

Von Soldaten umstellt: Die pakistanische Armee hat die Stadt Hangu an der Grenze zu Afghanistan abgeriegelt. Das Militär vermutet Mitglieder einer verbotenen Extremistenorganisation in der Stadt.


Islamabad - Zwei Tage nach der Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad hat die pakistanische Armee heute die Stadt Hangu an der Grenze zu Afghanistan umstellt. Dort waren am Vortag bei Anschlägen militanter Islamisten mehrere Sicherheitskräfte getötet worden, wie der Nachrichtensender Dawn berichtete.

In Hangu in der Nordwest-Grenzprovinz sollen Mitglieder einer verbotenen Extremistenorganisation aktiv sein. Alle Zufahrtswege zur Stadt seien blockiert, hieß es. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hatte angekündigt, mit harter Hand gegen militante Islamisten vorzugehen.

Die Militäraktion in Hangu wurde auch mit Radio-Auftritten eines radikalen Geistlichen in Verbindung gebracht, der zu Vergeltungsaktionen für den Sturm auf die Rote Moschee aufgerufen hatte. In Islamabad sollen allein vor der Moschee mindestens 108 Menschen getötet worden sein. Der Sturm auf das islamische Gotteshaus hatte vor allem im unruhigen Nordwesten Pakistans zornige Proteste ausgelöst. Ziel blutiger Racheakte waren vor allem Soldaten.

hen/dpa



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