Angst vor Vergeltung Fahrverbot in Bagdad und Bakuba

Die irakische Regierung fürchtet Racheakte nach dem Tod von Terrorchef Sarkawi. Bereits gestern hatte es zahlreiche Anschläge mit vielen Toten gegeben.  Heute wurde ein allgemeines Fahrverbot für die Hauptstadt Bagdad und in Bakuba erlassen.


Bagdad - Fünf Stunden lang sollen heute in den beiden Städten Bagdad und Bakuba keine Autos und Motorräder fahren. Das irakische Fernsehen berichtete, das Fahrverbot gelte von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Zu dieser Zeit gehen viele Iraker in die Moscheen. In der Vergangenheit waren schon häufiger Moscheen das Ziel von Selbstmordattentätern.

Bagdad war schon gestern nach der Nachricht vom Tod Abu Mussab al Sarkawis von einer Anschlagsserie erschüttert worden. Dabei wurden mindestens 40 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

Al Sarkawi war am Mittwoch bei einem US-Angriff in der Nähe von Bakuba getötet worden. Er war Anführer der al-Qaida im Irak und einer der meistgesuchten Terroristenführer der Welt. Die Terrorgruppe kündigte eine Fortsetzung des "Heiligen Kriegs" an.

ler/AP



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