Anhörung beendet Warten auf den Richterspruch

Rund 90 Minuten beriet der Oberste Gerichtshof der USA über den Ausgang der Präsidentschaftswahl. Mit einer Entscheidung der Richter wird aber erst in den nächsten Tagen gerechnet.


Der US Supreme Court in Washington
AP

Der US Supreme Court in Washington

Washington - Die neun Obersten Richter hatten am Nachmittag (Ortszeit) in schwarzen Roben den Gerichtssaal betreten, in dem sich rund 400 Medienvertreter, Anwälte und Zuschauer versammelt hatten. Für die Republikaner sollte zunächst der Anwalt Theodore Olson vor dem Gericht sprechen. Danach war die Anhörung des von den Demokraten beauftragten Rechtsvertreters Laurence Tribe vorgesehen.

Die Republikaner von Präsidentschaftskandidat George W. Bush wollen erreichen, dass die Berücksichtigung von Nachzählungen per Hand beim Wahlergebnis aus Florida für rechtswidrig erklärt wird. Bush führt zwar auch nach deren Eingang in das amtliche Endergebnis knapp vor dem Demokraten Al Gore. Die Demokraten haben jedoch das Ergebnis mit der Begründung angefochten, Tausende Stimmzettel seien nicht berücksichtigt worden.

Das Wahlergebnis aus Florida entscheidet die gesamte Präsidentenwahl. Keiner der Kandidaten kann ohne die 25 Wahlmännerstimmen aus Florida die Wahl für sich entscheiden, da weder Bush noch Gore bislang im Wahlmännergremium die erforderliche Mehrheit von 270 Stimmen haben. Die insgesamt 538 Wahlmänner und -frauen aus dem ganzen Land sollen am 18. Dezember den Nachfolger von Präsident Bill Clinton wählen.

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