Annäherung US-Regierung will Beziehung zu Deutschland verbessern

Die USA wollen nach dem Regierungswechsel in Berlin die Kontakte zu Deutschland erheblich intensivieren. Gewünscht sei ein "atmosphärischer Neubeginn", heißt es aus dem US-Außenministerium.


Düsseldorf - Der US-Botschafter in Deutschland, William Timken, sagte laut "Handelsblatt", es werde künftig einen sehr regelmäßigen Kontakt zwischen der neuen Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident George Bush geben. "Kommunikation ist zentral für die Zusammenarbeit zwischen Partnern", zitiert die Zeitung Timken. Ein USA-Besuch Merkels vor 2006 sei aber unwahrscheinlich.

Laut "Handelsblatt" soll schon eine Woche nach der Wahl Merkels zur ersten deutschen Kanzlerin eine intensive transatlantische Besuchsdiplomatie starten. Der designierte Außenminister Frank-Walter Steinmeier plane für den 28. und 29. November eine Reise nach Washington, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungskreise.

Am 30. November und 1. Dezember stehe dann ein Besuch des stellvertretenden US-Außenministers Robert Zoellick in Berlin auf dem Programm. Ein Gespräch mit Merkel sei allerdings unwahrscheinlich, hieß es. Dem Bericht zufolge verhindern Termingründe, dass Merkel noch in diesem Jahr nach Washington reist. Zwar sei noch keine definitive Entscheidung getroffen, es deute aber alles darauf hin, dass ein Treffen mit Bush im Weißen Haus erst im Januar stattfinden werde, hieß es demnach sowohl in Kreisen der US-Regierung als auch der CDU.

Das US-Außenministerium setze vor allem auf einen "atmosphärischen Neubeginn" der deutsch-amerikanischen Beziehungen, zitierte die Zeitung einen namentlich nicht genannten hochrangigen US-Regierungsmitarbeiter.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.