Anschläge auf US-Botschaften Vertrauter Osama Bin Ladens schuldig gesprochen

17 Jahre nach den Anschlägen auf US-Botschaften in Afrika wurde Khaled al-Fawwaz verurteilt. Der Saudi-Araber soll ein Vertrauter des getöteten al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden gewesen sein.

Gerichtszeichnung: Angeklagter al-Fawwaz ist schuldig gesprochen
REUTERS

Gerichtszeichnung: Angeklagter al-Fawwaz ist schuldig gesprochen


New York - Ein Vertrauter des getöteten Al-Qaida-Führers Osama Bin Laden ist von einem US-Gericht schuldig gesprochen worden. Khaled al-Fawwaz war an den Anschlägen auf zwei US-Botschaften in Ostafrika im Jahr 1998 beteiligt. Das stellte ein New Yorker Gericht nach einem fünfwöchigen Prozess fest.

Der Saudi-Araber wurde in allen 29 Anklagepunkten schuldig gesprochen - fast 17 Jahre nach den verheerenden Bombenanschlägen auf US-Botschaften in Afrika. Der frühere Vertraute des 2011 getöteten Terrorchefs Osama Bin Laden muss nun mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Das Strafmaß soll am 21. Mai festgelegt werden.

Bei den Anschlägen in Nairobi in Kenia und in Daressalam in Tansania waren 224 Menschen getötet und fast 5000 verletzt worden. Als Bote im Auftrag Bin Ladens soll er in den Neunzigerjahren mit verschiedenen Zellen des Terrornetzwerks Kontakt gehabt und dabei auch an den Botschaftsattacken mitgewirkt haben.

Al-Fawwaz, der 2012 von Großbritannien an die USA ausgeliefert worden war, hatte in dem Prozess seine Unschuld beteuert. Staatsanwalt Preet Bharara begrüßte den Schuldspruch: Der Angeklagte habe eine "entscheidende Rolle in der mörderischen Verschwörung al-Qaidas gegen Amerika" gespielt, erklärte er.

kry/dpa



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