Anschläge im Irak Attentäter greifen Polizeistation und Hotel an - viele Tote

Blutiger Montag im Irak: Bei mehreren Selbstmordanschlägen sind zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden. Ziele der Attentäter waren militärische Checkpoints, eine Polizeistation und ein internationales Hotel in Bagdad.


Bagdad - Bei einem Selbstmordanschlag auf ein auch von Ausländern benutztes Hotel in Bagdad wurden am Morgen sieben Menschen getötet. Wie die Polizei mitteilte, brachte der Attentäter den am Körper getragenen Sprengstoff in der Lobby des Mansur-Hotels zur Detonation. Zum Zeitpunkt des Anschlags versammelten sich sunnitische Politiker aus der westirakischen Provinz Anbar zu einem Treffen in dem Hotel. In dem Gebäude am Ufer des Tigris sind auch die chinesische Botschaft und die französische Nachrichtenagentur AFP untergebracht.

In der nordirakischen Stadt Baidschi starben den Behörden zufolge mindestens 23 Menschen, als ein Attentäter neben der Polizeizentrale einen Tankwagen in die Luft jagte. 30 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Unter den Toten und Verwundeten seien Gefangene und Polizisten.

Das Polizeigebäude stürzte teilweise ein, auch Häuser in der Umgebung wurden schwer beschädigt. Der Anschlag erfolgte, als eine Abordnung des US-Militärs das Kommandogebäude betreten wollte. Über eventuelle US-Verluste wurde bislang nichts bekannt.

In der Nähe von Baidschi wurde am Morgen zudem ein irakisch-amerikanischer Kontrollpunkt angegriffen. Dabei wurden zwei irakische Soldaten getötet, drei weitere erlitten Verletzungen.

In Hilla südlich von Bagdad sprengte laut Polizei ein Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug an einem Kontrollpunkt in der Nähe der Provinzverwaltung, dem Amtssitz des Gouverneurs, in die Luft. Acht Menschen kamen ums Leben, 31 wurden verletzt. Die überwiegend von Schiiten bewohnte Stadt liegt 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad.

phw/AP/Reuters/dpa



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