Anschläge in Afghanistan Vize-Gouverneur der Provinz Helmand getötet

Bei zwei Selbstmordanschlägen in Afghanistan sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Im Süden des Landes sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einer Moschee in die Luft und riss dabei den Vize-Gouverneur der Provinz Helmand mit in den Tod.


Kandahar/Kabul - In der südafghanischen Provinzhauptstadt Laschkar Gah riss ein Attentäter in einer Moschee mindestens sechs Menschen mit sich in den Tod - unter ihnen den stellvertretenden Gouverneur der Provinz Helmand Pir Mohammad. Elf Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

Zuvor kam bei einem Anschlag auf einen Bus der afghanischen Streitkräfte in Kabul mindestens ein Zivilist ums Leben. Ein Soldat und drei weitere Zivilisten wurden nach Angaben des Innenministeriums zum Teil schwer verletzt. Der Attentäter sprengte ein Auto neben dem Bus in die Luft. Bei der Explosion wurde nach Polizeiangaben auch ein vorbeifahrendes Taxi getroffen.

Unterdessen meldete die afghanische Polizei einen grausigen Leichenfund: In der Provinz Nuristan im Osten des Landes köpften Aufständische den Angaben zufolge vier Straßenarbeiter. Die vier Arbeiter waren vor zehn Tagen entführt worden.

Busse der Streitkräfte oder der Polizei wurden im vergangenen Jahr immer wieder zum Ziel von Selbstmordattentätern. Im September kamen bei einem solchen Anschlag in Kabul 30 Menschen ums Leben. Im Juni starben bei einem Anschlag auf einen Polizeibus 35 Menschen.

amz/AP



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