Gedenkfeiern für 9/11 Trump droht Terroristen mit verheerender Vergeltung

Politiker, Angehörige der Toten und Überlebende haben 18 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der Opfer gedacht. US-Präsident Trump kündigte künftigen Angreifern des Landes verheerende Rache an.

Nicholas Kamm/ AFP

Donald Trump hat potenziellen Terroristen bei einer Gedenkfeier für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 mit verheerender Vergeltung gedroht. "Wir streben keinen Konflikt an", sagte der US-Präsident vor dem Pentagon in Washington. "Aber wenn irgendwer es wagt, unser Land anzugreifen, werden wir darauf mit dem gesamten Ausmaß amerikanischer Macht und dem eisernen Willen des amerikanischen Geistes antworten."

Bei den Anschlägen in New York und Washington vor 18 Jahren waren insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Islamisten hatten damals drei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und in das Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer leisteten.

Trump kündigte massive Angriffe gegen Taliban an

Trump bezog sich in seiner Rede auch auf die abgesagten Verhandlungen mit den Taliban: "In den vergangenen vier Tagen haben wir unseren Feind härter angegriffen, als sie je angegriffen wurden. Und das wird andauern. Und wenn sie aus irgendeinem Grund in unser Land zurückkehren, werden wir dorthin gehen, wo sie sind, und Kräfte einsetzen, wie sie die Vereinigten Staaten nie zuvor eingesetzt haben."

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New York und Washington: Trauer um die Opfer von 9/11

Die USA verhandeln seit Monaten mit den Taliban über ein Abkommen, das den Weg für einen Abzug der US-Truppen und für Frieden in Afghanistan bereiten soll. Trump hatte die Verhandlungen nach der Absage der für Sonntag geplanten Gespräche für "tot" erklärt.

Trump verwies darauf, dass er nach einem tödlichen Anschlag in Kabul für den vergangenen Sonntag in Camp David geplante Verhandlungen mit Taliban-Vertretern abgesagt habe. Unter den Toten in Kabul war auch ein US-Soldat. Die Taliban hatten sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geweigert, den Drahtzieher - al-Qaida-Chef Osama Bin Laden - auszuliefern. Nach dem Einmarsch einer US-geführten Koalition in Afghanistan war das Taliban-Regime daraufhin Ende 2001 gestürzt worden.

Vor der Gedenkfeier am Pentagon hatte Trump mit seiner Frau Melania auch im Weißen Haus der Opfer gedacht. Anwesend bei dem Gedenken waren auch Angehörige von Opfern der Anschläge sowie Überlebende. Die US-Flaggen auf dem Weißen Haus und auf anderen Bundesbehörden in Washington wurden am Mittwoch auf halbmast gesetzt.

als/dpa

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