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21. November 2013, 17:03 Uhr

Anschlag auf Marktplatz

Autobombe tötet Dutzende im Irak

Die Gewaltwelle im Irak fordert weitere Opfer: Bei einem Autobomben-Anschlag in der Provinz Dijala sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Gegner von Premier Maliki machen dessen autoritären Regierungsstil für die Anschläge verantwortlich.

Bagdad - Auf einem Markt in der irakischen Provinz Dijala sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News meldete unter Berufung auf die Verwaltung des Bezirks Al-Saadija, eine Autobombe sei am Morgen mitten auf dem Markt detoniert. Durch die Explosion wurden den Angaben zufolge auch 30 Menschen verletzt.

Dijala liegt nördlich der Hauptstadt Bagdad. Die Zahl der Terroranschläge ist im gesamten Irak in den vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen. Erst am Mittwoch wurden bei einer Serie von Anschlägen in Bagdad und mehreren Schießereien landesweit 59 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt.

Beobachter sehen darin eine Folge des Streits zwischen dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki und den sunnitischen Parteien. Seine Gegner machen Maliki selbst mit für die Gewalteskalation verantwortlich. Insbesondere die Sunniten fühlen sich benachteiligt und klagen über den autoritären Regierungsstil des schiitischen Ministerpräsidenten.

ade/dpa/AFP

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