Anschlag im Kaukasus Zahl der Todesopfer auf 50 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer nach dem Selbstmordanschlag auf ein russisches Militärkrankenhaus in Nord-Ossetien ist auf 50 gestiegen. Den Helfern zufolge besteht keine Hoffnung mehr, in den Trümmern des zerstörten Gebäudes weitere Überlebende zu finden.


Rostow am Don - Die Einsatzkräfte würden nun mit den Aufräumarbeiten beginnen, sagte der Sprecher des Ministeriums für Notlagen, Juri Miroschnitschenko, am Sonntag. Seinen Angaben zufolge befinden sich noch 64 Verletzte in Krankenhäusern.

Das vierstöckige Gebäude, in dem sich zum Zeitpunkt des Anschlags rund 120 Menschen befanden, wurde bei der Explosion am Freitagabend völlig zerstört. Nach offiziellen Angaben durchbrach ein mit mehr als einer Tonne Sprengstoff beladenes Fahrzeug das Eingangstor und detonierte vor dem Empfangsgebäude des Krankenhauses.

In der Klinik in Mosdok an der Grenze zu Tschetschenien wurden russische Soldaten behandelt, die bei ihrem Einsatz in der abtrünnigen Kaukasusrepublik verwundet wurden. Die Regierung in Moskau vermutet tschetschenische Rebellen hinter dem Anschlag.



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