Bürgerkrieg in Syrien Mehrere Tote bei Anschlag in Altstadt von Damaskus

Wo einst Touristen flanierten, explodieren nun Bomben: Erstmals ist die historische Altstadt von Damaskus Ziel eines Anschlags geworden. Das Regime macht einen Selbstmordattentäter für den Tod von vier Menschen verantwortlich.
Tatort in Damaskus: Explosion nahe der griechisch-orthodoxen Kirche

Tatort in Damaskus: Explosion nahe der griechisch-orthodoxen Kirche

Foto: SANA/ REUTERS

Damaskus/Hamburg - Der syrische Bürgerkrieg erreicht die historische Altstadt von Damaskus: Bei einem Anschlag im christlichen Viertel Bab Scharki sind am Donnerstag nach Berichten der staatlichen Medien mindestens vier Menschen getötet und acht weitere verletzt worden.

Das Staatsfernsehen machte einen Selbstmordattentäter für den Angriff verantwortlich. Der Mann habe sich nahe einer griechisch-orthodoxen Kirche in die Luft gesprengt. Der libanesische TV-Sender al-Majadin, der mehrere Reporter vor Ort hat, meldete, der Anschlag habe sich gegen einen Militärposten in der Umgebung der Kirche gerichtet.

Sprecher der syrischen Rebellen teilten dagegen mit, die Explosion sei von einer Mörserbombe ausgelöst worden. Die Verantwortung für den Angriff wollten sie jedoch nicht übernehmen.

Es war der erste größere Anschlag in der Altstadt von Damaskus seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs. Das seit 4000 Jahren besiedelte Areal ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Vor Beginn des Aufstands gegen Diktator Baschar al-Assad gehörte die Altstadt mit ihren Märkten, Restaurants, Kirchen und Moscheen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Syriens.

syd/Reuters/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.