Anschlagserie 60 Tote in Tschetschenien

Bei einer Serie von Bombenanschlägen in Tschetschenien sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Die Attentate richteten sich gegen russische Einrichtungen.


Der blutige Kampf um Tschetschenien hält seit Jahren an
[M] DPA/REUTERS

Der blutige Kampf um Tschetschenien hält seit Jahren an

Argun - Bei einem Anschlag auf eine russische Polizeikaserne wurden nach offiziellen Angaben mindestens 25 Menschen getötet und 81 weitere verletzt. Vier Personen wurden noch vermisst, wie das russische Ministerium für Katastrophenschutz am Montag mitteilte. In tschetschenischen Behördenangaben war sogar von mindestens 50 Toten die Rede.

Es war der blutigste Anschlag der vergangenen Wochen. Die tschetschenischen Separatisten hatten derartige Angriffe als Antwort auf die russische Behauptung angekündigt, wonach der Krieg in Tschetschenien vorbei sei.

Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodierte vor der Unterkunft von Einheiten des russischen Innenministeriums in der Stadt Argun, rund 15 Kilometer östlich von Grosny. In dem Gebäude war eine Sondereinheit der Polizei untergebracht.

Kurz nach Mitternacht feuerten russische Kampfhubschrauber auf Wohngebiete in Argun. Nach Angaben von Ärzten wurde dabei eine Flüchtlingsunterkunft getroffen und elf Menschen verletzt. Russische Rettungsmannschaften gruben am Montagmorgen in den Trümmern der eingestürzten Polizeikaserne nach Verschütteten. Aus Moskau und anderen Städten wurde weiteres Personal und Ausrüstung nach Argun beordert. Ein ähnlicher Anschlag am Sonntag in Urus-Martan hatten die russischen Behörden als Selbstmordattentat tschetschenischer Separatisten bezeichnet.



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