Anschlagsserie im Irak Bomben zerfetzen Kleinbusse

Mindestens 20 Menschen sind bei Bombenanschlägen im Süden des Iraks getötet worden. Die anhaltende Gewalt setzt die Regierung unter Druck: Erst vergangene Woche hatte es bei einem Angriff auf ein Regierungsgebäude in Bagdad hundert Tote gegeben.

Anschlag in Bagdad: Hunderte Iraker sind in den vergangenen Wochen getötet worden
AFP

Anschlag in Bagdad: Hunderte Iraker sind in den vergangenen Wochen getötet worden


Bagdad - Bei zwei Bombenanschlägen im Irak sind am Montag mindestens 20 Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Die Sprengsätze explodierten nach Angaben der Polizei kurz nacheinander in zwei Kleinbussen nahe der südirakischen Stadt Kut. Durch die Wucht der Detonationen wurden zudem zehn Menschen verletzt.

Die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gerät durch die Anschläge weiter unter Druck. Nach dem Abzug der letzten US-Soldaten aus den Städten und Dörfern Ende Juni hatte sie beteuert, sie könne mit Hilfe der irakischen Armee und der Polizei für Sicherheit sorgen - auch ohne die Amerikaner.

Doch Extremisten haben zuletzt wieder verstärkt Anschläge verübt, zumeist auf schiitische Ziele. In der vergangenen Woche waren in der Hauptstadt Bagdad knapp hundert Menschen bei Bombenanschlägen auf Regierungsgebäude getötet worden. Die zunehmende Gewalt lässt Sorge aufkommen, ob den irakischen Sicherheitskräften die Kontrolle entgleiten könnte.

hoc/Reuters/dpa/AP

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Emil Peisker 29.06.2009
1.
Zitat von sysopDie letzten US-Truppen verlassen die Städte im Irak. Wie sehen Sie die Zukunft des Landes?
Sie sind ja noch im Irak. Und bei größeren Verwerfungen dürfen sie auch eingreifen, wenn die Iraker sie bitten. Wenn Sie das land komplett verlassen haben, wird sichtbar, ob die neue irakische Armee das Heft in der Hand hat. Hoffentlich, kann ich da nur sagen.
nahal, 29.06.2009
2.
Zitat von sysopDie letzten US-Truppen verlassen die Städte im Irak. Wie sehen Sie die Zukunft des Landes?
hoffnungsvoll. eine hoffnung, die vor 6 jahren nicht vorhanden war. es liegt jetzt am irakischen volk und nicht mehr an einen despoten. und von innen wäre diese änderung, leider, nicht gekommen.
elandy 29.06.2009
3.
Zitat von nahalhoffnungsvoll. eine hoffnung, die vor 6 jahren nicht vorhanden war. es liegt jetzt am irakischen volk und nicht mehr an einen despoten. und von innen wäre diese änderung, leider, nicht gekommen.
aha und woher wollen sie das wissen? oder ist das nur eine plumpe Rechtfertigung für den US-Angriff?
atzlan 29.06.2009
4.
Zitat von nahalhoffnungsvoll. eine hoffnung, die vor 6 jahren nicht vorhanden war. es liegt jetzt am irakischen volk und nicht mehr an einen despoten. und von innen wäre diese änderung, leider, nicht gekommen.
Wirklich interessant, worauf Sie hoffen: "Wenn das so weitergeht, haben die Amerikaner es immerhin geschafft, im Mittleren Osten eine islamische Militärdiktatur zu etablieren." http://www.zeit.de/2008/52/Irak-Reportage?page=1 (S.3)
SaT 29.06.2009
5.
Zitat von nahalhoffnungsvoll. eine hoffnung, die vor 6 jahren nicht vorhanden war. es liegt jetzt am irakischen volk und nicht mehr an einen despoten. und von innen wäre diese änderung, leider, nicht gekommen.
Wenn es denn so wäre – wäre dies in Ihren Augen Hunderttausende von Toten wert? Auch dann wenn es sich bei diesen Toten um Ihre Angehörigen handeln würde? Im Iran tut sich gerade etwas von innen. Einmischung von außen würde dort nur schaden. Übrigens tat sich auch in Mittel und Osteuropa vor 20 Jahren etwas von innen genauso wie in Spanien in den 70'er.
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