Anthrax Erreger nun auch im US-Außenministerium gefunden

Im US-Außenministerium sind offenbar Milzbrand-Sporen entdeckt worden. Auch die Poststelle die Justizministeriums ist betroffen.


Washington - Die Sporen im Außenministerium seien unter anderem an Briefen entdeckt worden, berichtete der Fernsehsender CNN. Zuvor waren lediglich Anthrax-Sporen in der mehrere Kilometer entfernten Poststelle des Ministeriums gefunden worden. Das Außenministerium selbst bestätigte die Angaben zunächst nicht.

In einer Poststelle in Landover im Bundesstaat Maryland, in der die Post des Justizministeriums sortiert wird, wurden ebenfalls Sporen von Anthrax gefunden. Sie seien an mehreren Stellen der Einrichtung in Landover gefunden worden, berichtete der TV-Sender CNN, der sich auf eine Sprecherin des Ministeriums berief. Dazu gehöre auch der Teil, in dem die Post für Justizminister John Ashcroft aufläuft. Der Postraum im Untergeschoss des Hauptgebäudes des Justizministeriums in Washington sei geschlossen worden. Die Poststellen innerhalb des Justizministeriums seien auf Rückstände von Anthrax untersucht worden. Mit den Ergebnissen werde am Dienstag gerechnet.

Angestellte des Justizministeriums, die mit der Post in Kontakt kommen, wurden gebeten, sich am Montag in einem Krankenhaus zu melden, um Antibiotika für zehn Tage in Empfang zu nehmen.

In der zentralen Sortierungsstelle für Regierungspost Brentwood in Washington hat es bereits mehrere Fälle von Milzbrand gebeben. Zwei Mitarbeiter der Sortierstelle sind an Lungenmilzbrand gestorben.

Die Gesundheitsbehörde CDC bestätigte unterdessen einen weiterer Fall von Lungen-Milzbrand. Es handele sich um eine Postangestellte aus New Jersey, die bereits auf einer Liste gefährdeter Personen stand. Bisher hat es 14 bestätigte Milzbrand-Fälle gegeben. Drei Personen starben an Lungen-Milzbrand und fünf werden in Krankenhäusern daran behandelt. Sechs Personen in New York und New Jersey werden wegen des weniger gefährlichen Haut-Milzbrandes behandelt.

Unterdessen geht die Suche nach mit Milzbrand-Erregern verseuchten Briefen weiter. Der Stabschef des Weißen Hauses, Andrew Card, sagte, es könnten noch einige Sendungen im Umlauf sein. "Wir bitten die Leute, sehr vorsichtig zu sein", sagte er in einem Fernsehinterview.



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