Anti-Eta-Demo Eine viertel Million in den Straßen von Madrid

An der Demonstration unter dem Motto "Für die Freiheit, gegen den Terrorismus - Eta nein!" beteiligten sich 250.000 Menschen. Unterdessen kann die Polizei bei der Suche nach den Attentätern vom Montag noch keine Erfolge vorweisen.


Madrid - An der Spitze des Zuges vom Cibeles-Brunnen in die Stadtmitte der spanischen Hauptstadt marschierten Ministerpräsident José María Aznar, mehrere Mitglieder seines Kabinetts sowie die Vorsitzenden der wichtigsten politischen Parteien. Zu Zwischenfällen kam es nach Polizeiangaben nicht.

Zahlreiche Demonstranten trugen Schilder mit Protestparolen gegen die Eta
REUTERS

Zahlreiche Demonstranten trugen Schilder mit Protestparolen gegen die Eta

Während der Demonstration waren Rufe wie "Eta nein, Basken ja" oder "Mörder, Mörder" zu hören. Einige Teilnehmer forderten lautstark lebenslange Haftstrafen für festgenommene Eta-Terroristen.

Zu der Kundgebung hatten Parteien, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen nach dem blutigen Bombenanschlag der Eta vom Montag aufgerufen. Dabei waren in Madrid ein hoher spanischer Richter und dessen zwei Begleiter getötet und 64 weitere Menschen teils schwer verletzt worden.

Auch in anderen spanischen Städten gingen die Menschen am Abend gegen die Eta auf die Straße. Wie Spaniens Polizeichef Juan Cotino mitteilte, verfolgen die Fahnder bei der Suche nach den Terroristen noch keine heiße Spur. Die Ermittler gehen allerdings davon aus, dass die Terrorgruppe Eta für die Tat verantwortlich ist. Die baskische Separatistenorganisation hatte sich bei Anschlägen in der Vergangenheit oftmals erst Tage oder Wochen später zu ihren Taten bekannt.



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