Uno-Generalsekretär António Guterres erhält den Aachener Karlspreis

Er folgt auf Emmanuel Macron: Uno-Generalsekretär António Guterres wird 2019 mit dem renommierten Karlspreis geehrt. Die Jury würdigt damit seine Verdienste um Europa.

Antonio Guterres
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Antonio Guterres


António Guterres erhält in diesem Jahr den Aachener Karlspreis für seine Verdienste um die europäischen Werte. Der Uno-Generalsekretär sei ein herausragender Streiter für das europäische Gesellschaftsmodell in einer Zeit, in der universelle Rechte und demokratische Grundsätze zunehmend unter Druck gerieten, teilte das Karlspreis-Direktorium mit.

Besonders Guterres' Verdienste mit Blick auf die multilaterale Zusammenarbeit in der Weltgemeinschaft sollen ausgezeichnet werden. Der frühere portugiesische Ministerpräsident handele in der komplexen globalen Welt auf Grundlage europäischer Werte, vor allem um Frieden, Freiheit und Demokratie umzusetzen.

Guterres wird den Karlspreis am 30. Mai, dem Himmelfahrtstag, im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses entgegennehmen. Der Portugiese ist seit Anfang 2017 Uno-Generalsekretär. Das Karlspreisdirektorium hob hervor, mit Guterres trage erstmals seit mehr als 30 Jahren ein Europäer maßgebliche Verantwortung für die Arbeit der Vereinten Nationen.

Macrons Nachfolger

Guterres wird der 61. Träger des Internationalen Karlspreises sein. Im vergangenen Jahr nahm der französische Staatspräsident Emmanuel Macron den Preis in Aachen entgegen. Der Karlspreis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen Europas. Er wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich in führender Position um die europäische Einigung verdient machten.

Zu den prominentesten Preisträgern zählen Spaniens langjähriger König Juan Carlos (1982), der frühere US-Präsident Bill Clinton (2000) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 2008). Der damalige Kanzler Helmut Kohl (CDU) nahm den Preis 1988 gemeinsam mit Frankreichs früherem Präsidenten François Mitterrand entgegen. 2004 erhielt der damalige Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis, der in Rom verliehen wurde.

aev/AFP/dpa

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