António Guterres Uno-Generalsekretär warnt vor immer längeren Konflikten

Die internationalen Spannungen bereiten Uno-Generalsekretär Guterres Sorgen. Besonders Atomwaffen seien wieder in das Zentrum der größten Gefahren gerückt - er sieht aber noch weitere Probleme.
António Guterres

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Foto: Albin Lohr-Jones/ dpa

Politische Krisen und Konflikte halten im Schnitt 20 Jahre an - und dauern immer länger. Das sagte Uno-Generalsekretär António Guterres während eines Sicherheitsratstreffens. Meist seien mehrere bewaffnete Gruppen daran beteiligt, die Regierung, Land und die natürlichen Ressourcen des Landes kontrollieren wollten.

Bei dem Treffen ging es um die wachsenden Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft, für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Auf welche Länder sich die Aussagen beziehen, erklärte der Uno-Generalsekretär nicht. Allerdings ließ sich anhand der Sätze ableiten, wen Guterres unter anderem als eine besondere Gefahr sieht: Nordkorea.

"Nuklearwaffen sind weiterhin die zentrale Gefahr", sagte der Portugiese. Die Spannungen seien so noch höher als am Ende des Kalten Krieges.

Pjöngjang hatte in diesem Jahr 19 Raketentests unternommen - die Uno sanktionierte das Land daraufhin mit Wirtschaftssanktionen. Guterres selbst hatte Nordkorea mehrfach aufgefordert, das Atomprogramm einzustellen und die Raketenabschüsse zu unterlassen.

Als weitere Gefahren für Frieden und Sicherheit sieht der Generalsekretär die Bereiche der Cybersecurity, die Auswirkungen des Klimawandels und der Wasserknappheit.

Insgesamt gebe es laut Guterres zwar langfristig gesehen eine Abnahme der bewaffneten Konflikte, jedoch habe es einen Anstieg der Krisen im Mittleren Osten und Teilen Afrikas gegeben.

mho/AP