Arabischer Volkszorn Schwere Ausschreitungen in Kairo

In der arabischen Welt hat der amerikanisch-britische Angriff auf den Irak eine Welle von Protesten ausgelöst. In Ägypten, im Jemen und in anderen Ländern demonstrierten Zehntausende gegen den Krieg, es kam zu teils schweren Ausschreitungen.

Kairo/Sanaa - In der ägyptischen Hauptstadt Kairo skandierten etwa 10.000 Demonstranten anti-amerikanische Parolen. "Der Islam wird vergewaltigt. Ich fühle mich schrecklich", sagte Um-Mohammed, eine Ägypterin, die an den Demonstrationen in der Nähe der altehrwürdigen al-Azhar-Moschee teilnahm.

Hunderte von Demonstranten lieferten sich Gefechte mit der Polizei, die Wasserwerfer und Schlagstöcke gegen die Menge einsetzte. Später jagten Sondereinsatzkommandos Tausende von Personen durch die Kairoer Innenstadt. Ein Feuerwehrauto wurde von der Menge nahe des Ägyptischen Museums in Brand gesetzt.

Schwere Unruhen im Jemen

In der jemenitischen Stadt Sanaa versuchten insgesamt 30.000 Demonstranten, die Botschaft der USA zu stürmen. Mindestens drei Personen wurden bei Zusammenstößen mit den Ordnungskräften getötet, Dutzende wurden verletzt.

Die Demonstranten hatten sich nach dem Freitagsgebet in Stadtzentrum versammelt und waren mehrere Kilometer durch die Stadt marschiert. Vor der amerikanischen Botschaft bewarfen sie die Polizei mit Steinen. Unter Rufen wie "Tod den Amerikanern" versuchte die aufgebrachte Menge, Armeesperren zu durchbrechen. Die Ordnungskräfte versuchten, die Menschen mit Wasserwerfern und Tränengas in Schach zu halten.

Auch in Bahrain, Jordanien und dem Libanon kam es zu schweren Ausschreitungen.

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