Arafat Trauerfeier in Kairo, Beerdigung in Ramallah

Am Samstag soll Palästinenserpräsident Arafat in Ramallah beigesetzt werden. Bereits morgen werden zahlreiche Staatschefs zu einer Trauerfeier in Ägypten erwartet.

Ramallah - Arafats Berater Abed Rabbo teilte mit, der Tote werde am Samstag auf dem Gelände seines Hauptquartiers in Ramallah beigesetzt werden. Arafat solle in einem Steinsarg beerdigt werden, um eine spätere Umbettung nach Jerusalem zu ermöglichen, erklärte der Fatah-Sprecher Assam al-Ahmed.

Israel hatte eine Bestattung in Jerusalem abgelehnt und den Gazastreifen als letzte Ruhestätte des verstorbenen Präsidenten vorgeschlagen. Ramallah gilt als Kompromiss, die Palästinenser haben jedoch erklärt, an ihrem Ziel der Grabstätte in Jerusalem festzuhalten. "Die letzte Ruhestätte wird die al-Aksa-Moschee sein", sagte Kabinettsminister Sajeb Erakat.

Zu der Trauerfeier in Kairo am Freitag haben sich nach palästinensischen Angaben bereits die Staatschefs aus Jordanien, Jemen, Ägypten, Algerien, Südafrika und Brasilien angekündigt. Deutschland wird durch Außenminister Joschka Fischer vertreten.

Aus Regierungskreisen in der ägyptischen Hauptstadt verlautete, die Trauerfeier werde voraussichtlich um 11.00 Uhr in einer Moschee in der Nähe des Flughafens stattfinden. Die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldete, die Sicherheitsvorkehrungen für die Zeremonie, die voraussichtlich in der Malik-Faisal-Moschee abgehalten werde, seien bereits angelaufen.

Nach der Trauerfeier soll der Tote nach Ramallah in dem von Israel besetzten Westjordanland per Hubschrauber überführt werden.

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