Ungeklärte Todesursache Arafats Leiche wird im November exhumiert

Französische Ermittler wollen die Umstände des Todes von Jassir Arafat klären - nun soll die Leiche des früheren Palästinenserpräsidenten Ende November exhumiert werden. Seine Witwe vermutet, dass er vergiftet wurde.

Arafat-Grab in Ramallah: Französische Ermittler wollen die Leiche exhumieren
REUTERS

Arafat-Grab in Ramallah: Französische Ermittler wollen die Leiche exhumieren


Ramallah - Die Ursache für den Tod von Jassir Arafat soll möglichst bald endgültig geklärt werden: Im kommenden Monat wird die Leiche des früheren Palästinenserpräsidenten von französischen Ermittlern exhumiert, wie aus französischen Behördenkreisen verlautete.

Die Ermittler sollen zwischen dem 24. und 26. November in Ramallah eintreffen. Palästinensische Behörden bestätigten den Zeitplan und erklärten, ein Schweizer Ermittlerteam werde zur selben Zeit im Westjordanland erwartet.

Ein Schweizer Labor hatte im Juli an Arafats Kleidung eine erhöhte Konzentration des radioaktiven Isotops Polonium 210 gemessen. Der Fund nährte langgehegte Spekulationen, dass der 2004 in einem französischen Militärkrankenhaus gestorbene Politiker ermordet worden sein könnte. Arafat erlitt einen Schlaganfall. In den Wochen vor seinem Tod litt er jedoch an einer Krankheit, die nicht genau diagnostiziert wurde.

Zuletzt hatten französische Untersuchungsrichter Arafats Witwe Suha zu ihrer Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung ihres Mannes befragt. Die Witwe vermutet, dass ihr Mann mit dem radioaktiven Stoff Polonium vergiftet wurde. Suha Arafat, die auf Malta lebt, hatte im Juli Anzeige in Frankreich erstattet.

Anfang Juli hatten Schweizer Experten mitgeteilt, sie hätten an persönlichen Gegenständen Arafats eine erhebliche Konzentration des hochgiftigen Stoffs Polonium nachgewiesen. Die Palästinenser verdächtigen Israel seit Jahren, Arafat ermordet zu haben, was Israel zurückweist. Die Palästinenserbehörde hatte einer Exhumierung Arafats zugestimmt

hen/dapd/AFP



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Panslawist 30.10.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSFranzösische Ermittler wollen die Umstände des Todes von Jassir Arafat klären - nun soll die Leiche des früheren Palästinenserpräsidenten Ende November exhumiert werden. Seine Witwe vermutet, dass er vergiftet wurde. http://www.spiegel.de/politik/ausland/arafats-leiche-wird-im-november-exhumiert-a-864356.html
Ich frage mich was damit bezweckt wird, da jeder informierte Mensch weiß, dass der homosexuelle Arafat an Aids gestorben ist.
hxk 30.10.2012
2.
Zitat von PanslawistIch frage mich was damit bezweckt wird, da jeder informierte Mensch weiß, dass der homosexuelle Arafat an Aids gestorben ist.
Antijüdische Propaganda, was sonst? Er war 75 Jahre alt. Die Palästinenser verdächtigen Israel seit Jahren, Arafat ermordet zu haben, was Israel zurückweist. Die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer liegt *in Deutschland* zw- 75 und 80 Jahre.
Hermes75 30.10.2012
3.
Zitat von sysopREUTERSFranzösische Ermittler wollen die Umstände des Todes von Jassir Arafat klären - nun soll die Leiche des früheren Palästinenserpräsidenten Ende November exhumiert werden. Seine Witwe vermutet, dass er vergiftet wurde. http://www.spiegel.de/politik/ausland/arafats-leiche-wird-im-november-exhumiert-a-864356.html
Die ganze Theorie um eine Ermordung Arafats mit Polonium-210 hat einen entscheidenden Schwachpunkt: Polonium-210 hat eine Halbwertszeit von nur 140 Tagen. D.h. seit dem Tod Arafats sind bereits 20 Halbwertszeiten vergangen. Wenn er tatsächlich mit Polonium vergiftet worden wäre, so wären heute nur noch ca. 0,0001% der ursprünglichen Menge vorhanden. Für eine Poloniumvergiftung sind aber ohnehin nur wenige mg notwendig, d.h. die Gerichtmediziner müssten nach einer unglaublich geringen Menge (wenige Nanogramm) des Materials suchen. Außerdem verursacht eine Strahlenvergiftung recht spezifische Krankheitssyptome, aber kaum einen Herzinfarkt. Wenn er wirklich vergiftet wurde, dann wohl kaum mit diesem Mittel.
ogniflow 30.10.2012
4. Erbe wird fortgeführt
Nicht zu vergessen die Witwe des Helden. Ihr täglicher Kampf durch die Schuhabteilung von Harrowds ist Ansporn für alle PLO- und Hamas-Aktivisten, die sich nach einem Arbeitstag in ihre (von geschnorrten EU-Geldern gebauten ) Swimming- Pools hauen. Das Gerücht daß er AIDS hatte kannte ich, hatte allerdings auf Fettsucht getippt.
Panslawist 30.10.2012
5.
Zitat von ogniflowNicht zu vergessen die Witwe des Helden. Ihr täglicher Kampf durch die Schuhabteilung von Harrowds ist Ansporn für alle PLO- und Hamas-Aktivisten, die sich nach einem Arbeitstag in ihre (von geschnorrten EU-Geldern gebauten ) Swimming- Pools hauen. Das Gerücht daß er AIDS hatte kannte ich, hatte allerdings auf Fettsucht getippt.
Nicht nur die Witwe, die gesamte Familie hat es sich auf Kosten des Volkes gut gehen lassen, auch in deutschen Luxushotels.
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