Argentinien Massendemo gegen Präsidentin Kirchner

Es sind die größten Anti-Regierungs-Demonstrationen seit sieben Jahren: In Argentinien haben landesweit Zehntausende gegen Präsidentin Cristina Kirchner protestiert. Auslöser für die Demonstrationen ist die harte Haltung Kirchners im Streit mit den Bauern Argentiniens.


Buenos Aires - Die peronistische Staatschefin Cristina Kirchner hatte sich zuvor in einem seit fast zwei Wochen andauernden Streit mit den Bauernverbänden über die Erhöhung von Abgaben unnachgiebig gezeigt. "Ich lasse mich nicht erpressen", warnte sie und sprach angesichts von Straßensperren der Bauern von "Blockaden des Überflusses". Die argentinische Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahren dank der hohen Weltmarktpreise ihrer Erzeugnisse so gut wie schon lange nicht mehr verdient.

Von diesem Mehrwert versucht der Staat angesichts einer noch immer starken Armut große Teile abzuschöpfen und umzuverteilen. Die überwiegend konservativ geprägte Bauernschaft und die ebenfalls eher konservative Mittel- und Oberschicht kritisiert dies als "Raub". Der Streik der Bauern, der auf Versorgungsengpässe in den großen Städte hinausläuft, werde unbefristet fortgesetzt, betonten Sprecher.

anr/dpa



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