Soziale Unruhen Tote und Verletzte bei Plünderungen in Argentinien

In mehreren argentinischen Städten ist es zu sozialen Unruhen gekommen. Bei den Plünderungen und Straßenschlachten starben mindestens zwei Menschen, Dutzende wurden verletzt. Die Regierung wirft Gewerkschaftern vor, die Ausschreitungen angezettelt zu haben.
Soziale Unruhen: Tote und Verletzte bei Plünderungen in Argentinien

Soziale Unruhen: Tote und Verletzte bei Plünderungen in Argentinien

Foto: Martin Acosta/ AFP

Buenos Aires - Bei Plünderungen von Supermärkten sind in Argentinien mindestens zwei Menschen gestorben. Die beiden Opfer seien am Freitag in den Städten Rosario und Villa Gobernador Gálvez im Zentrum des Landes getötet worden, wo eine Menschenmenge rund 20 Supermärkte angegriffen habe, sagte der Minister für Sicherheit in der Provinz Santa Fe, Raúl Lamberto. 63 Menschen seien verletzt und 130 festgenommen worden. Lamberto betonte, die Plünderungen seien kein sozialer Protest, sondern Vandalismus.

Die beiden Opfer wurden demnach durch einen scharfen Gegenstand oder Schüsse getötet. Nähere Einzelheiten zu den Opfern oder Angreifern nannte Lamberto nicht. In der Stadt San Fernando in der Provinz Buenos Aires ging die Polizei mit Gummigeschossen gegen eine Menschenmenge vor, die einen Supermarkt überfallen wollte. Ein Beamter wurde Behördenangaben zufolge von einer Brechstange am Kopf getroffen und schwer verletzt. Bei den Zusammenstößen in San Fernando seien rund 380 Menschen festgenommen worden, hieß es.

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Soziale Unruhen: Straßenschlachten in Argentinien

Foto: Martin Acosta/ AFP

Die Unruhen weckten Erinnerungen an die Krawalle während der argentinischen Finanzkrise im Jahr 2001, bei denen Dutzende Menschen ums Leben kamen. Aus Angst vor weiteren Plünderungen wurden einige Läden am Freitag geschlossen.

Die Regierung beschuldigte den oppositionellen Gewerkschaftsverband CGT, die Unruhen angestiftet zu haben. CGT-Chef Hugo Moyano wies die Anschuldigungen zurück und machte die Regierung verantwortlich. Präsidentin Cristina Kirchner schaffe es nicht, die sozialen Probleme des Landes zu lösen.

Die Plünderungswelle hatte am Donnerstag in dem Skiort Bariloche in Patagonien begonnen, wo Dutzende Menschen Fernseher und andere Elektronikgeräte aus einem Supermarkt mitnahmen. Die Regierung stationierte daraufhin 400 Militärpolizisten in der Stadt, um für Ruhe zu sorgen. Die Plünderungen dehnten sich am Freitag auf mindestens fünf weitere Städte aus.

cte/dapd/dpa
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