Rückzug aus Klimaabkommen Schwarzenegger knöpft sich Trump vor

Auch Prominente machen ihrem Ärger über Donald Trump Luft. Allen voran: Ex-"Terminator" Arnold Schwarzenegger.

Arnold Schwarzenegger in Cannes
WARNAND/ EPA/ REX/ Shutterstock

Arnold Schwarzenegger in Cannes


Die Fehde zwischen Arnold Schwarzenegger und US-Präsident Donald Trump ist weltbekannt. Nun geht es in die nächste Runde: Ex-Gouverneur Schwarzenegger hat Trump in einer Videobotschaft für dessen Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen kritisiert.

Ein einziger Mann könne die Umstellung auf erneuerbare Energien nicht aufhalten, sagte der "Terminator"-Darsteller. "Und ein einziger Mann kann auch nicht in der Zeit zurückgehen. Das kann nur ich."

Trumps erste Aufgabe als US-Präsident sei es, seine Leute zu schützen. "Wir können uns nicht zurücklehnen und nichts tun, während Menschen krank werden und sterben", erklärte Schwarzenegger. "Bitte, Mr. President, wählen Sie die Zukunft."

Der Präsident hatte am Donnerstag den US-Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Die Entscheidung sorgte weltweit für Wut und Empörung. Neben Politikern und Geschäftsleuten meldeten sich viele Prominente zu wort. "Heute hat unser Planet gelitten. Es ist wichtiger als je zuvor, zu handeln", twitterte Hollywoodstar Leonardo DiCaprio, der sich seit Jahren für den Umweltschutz einsetzt.

Drastische Worte fand Musiker John Legend auf Twitter: "Wir müssen dieses Arschloch stoppen. Das ist wichtig. Ihr müsst 2018 wählen gehen. Trump ist unsere nationale Peinlichkeit", schrieb er mit Blick auf die Kongresswahl im kommenden Jahr.

Die britische "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling twitterte ein Foto von der Titelseite des "Berliner Kuriers" mit der Überschrift: "Erde an Trump: Fuck you!" Dazu schrieb sie: "Ich erfreue mich momentan sehr an der deutschen Presse."

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich angesichts der Entscheidung der US-Regierung betroffen. "Nichts kann und wird uns beim Klimaschutz aufhalten", sagte sie auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Meinungskompass

vks/dpa



insgesamt 32 Beiträge
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Freidenker10 02.06.2017
1.
Die Jungs sind mir die allerliebsten Kritiker! Fliegen im Privatjet mal kurz vorbei und geben ihren Senf zum Klimaschutz ab, na super!
Willi.Bald 02.06.2017
2. Eigentlich ...
doch das Beste, was passieren konnte. Erstens hat ja wohl niemand allen Ernstes erwartet, dass Trump "fully commited" dem Klimaabkommen treu geblieben wäre. Jetzt herrscht wenigstens auch offiziell Klarheit, und die Nicht-USA Welk kann enger zusammenrücken. Längerfristig wird das den USA die Flügel stutzen, was sicherlich, insgesamt gesehen, von Vorteil ist. Vor allem Europa hat momentan eine einmalige Chance, sich zusammenzuraufen und Führung zu übernehmen hoffen wir mal, das wir's nicht versemmeln ... Generell sollte man die Rolle der USA überdenken - ist deren Mitgliedschaft im UNO Sicherheitsrat noch zeitgemäss? Deren Vetorecht ebenfalls? Man kann ja mal fragen ...
M. Michaelis 02.06.2017
3.
Schöne Ansprache. Sie geht nur leider am Kernproblem vorbei. Die Herausforderungen der Zukunft liegen in der Anpassung an den Wandel und dessen Gestaltung und nicht in dem törichten Versuch globalen Wandel aufzuhalten. Richtig ist dass Trump zurückblickt und damit weder das eine noch das andere macht. Damit geht nur Zeit verloren. Das Problem ist dass sich der Rest der Welt in dem irrwitzigen Versuch den Klimawandel aufzuhalten festgefahren ist und damit zweit untaugliche Ansätze konkurrieren. Hier hätte Trumps Ausstieg Gelegenheit geboten das Ganze grundsätzlich zu hinterfragen. Statt dessen verrennt man sich noch mehr.
Fletsch 02.06.2017
4. Multi-laterale Welt
Ob das Pariser Abkommen wichtig ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Die Erde kann sich sicher auch anpassen. Viel schlimmer ist, dass dieser Praesident, und vor ihm Brexit, eine Weltordnung der international Gremien abschaffen will. NATO, UN, EU, WTO, G7, Klimakonferenz, usw haben sicher nicht alles richtig gemacht, aber zumindest stellen sie Foren zur internationalen Diskussion und Abstimmung. Sie sind die grosse Errungenschaft nach dem 2. Weltkrieg, dieser Zaesur in der Weltgeschichte. Diese Gremien zu zerstoeren indem man sie ignoriert weil einem das Ergebnis nicht passt, ist die grosse Gefahr fuer Frieden und Wohlstand fur Milliarden von Menschen.
yvowald@freenet.de 02.06.2017
5. Abberufung möglichst bald
Arnold Schwarzenegger ist Vorkämpfer einer Protestbewegung, die an Fahrt zunehmen wird. Auch die angeblichen "Parteifreunde" aus den Reihen der Republikaner werden diesen Trump schließlich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Denn soviel Porzellan, wie dieser unfähige Präsident zerdeppert, kann die Welt nicht wirklich verkraften. Es erscheint unvorstellbar, daß ein Trump-Nachfolger, womöglich der derzeitige Vizepräsident, ebenfalls so agiert wie Trump derzeit. Also, die Welt hofft auf seine Abberufung, möglichst bald.
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