Asylantrag abgelehnt Spanien schiebt Bin-Laden-Sohn ab

Sein Einspruch blieb ohne Erfolg: Spanien hat die Abschiebung von Omar Osama Bin Laden verfügt. Der Sohn des Qaida-Chefs werde in seinem Heimatland Saudi-Arabien nicht politisch verfolgt, lautet die Begründung des Madrider Innenministeriums.


Madrid - Omar Osama Bin Laden hat vergeblich die Ablehnung seines Asylantrags in Spanien angefochten und wird abgeschoben. Seine Anwältin Bianca Sharma erklärte, die Behörden wollten den Sohn von Qaida-Chef Osama Bin Laden noch am Samstag in ein Flugzeug nach Ägypten setzen. Er hielt sich seit seiner Ankunft in Spanien am Montag im Transitbereich des Flughafens von Madrid auf.

"Sein Antrag wurde aus politischen Gründen abgelehnt", sagte Sharma. Ihr Mandat habe nun kein Land, in das er gehen könne. Von Ägypten aus werde er nach Saudi-Arabien zurückkehren, dessen Staatsbürgerschaft er besitze.

Die Haltung Spaniens bezeichnete Omar Bin Laden als "ungerecht". Das Asylgesuch werde ihm nur wegen seines Nachnamens verweigert. Er sei ein friedlicher Mensch und lehne die Aktivitäten seines Vaters ab. Der 27-Jährige ist das vierte von 19 Kindern des weltweit meistgesuchten Terroristenführers.

Aus Kreisen des spanischen Innenministeriums verlautete, Omar Osama Bin Laden habe die notwendigen Voraussetzungen für ein Asyl nicht erfüllt. Der 27-Jährige hatte angegeben, er fürchte bei einer Rückkehr in ein arabisches Land um seine Sicherheit.

Omar Osama Bin Laden hatte im vergangenen Jahr mit seiner Hochzeit mit einer geschiedenen britischen Großmutter für Schlagzeilen gesorgt. Mit der 52-jährigen Jane Felix-Browne lebte der als Schrotthändler tätige Bin Laden in Kairo.

hen/dpa/AP



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