Atomkonflikt Lafontaine plant Iran-Reise

Oskar Lafontaine will sich auf Friedensmission begeben: Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag plant wegen des iranischen Atomprogramms nach Ostern eine Teheran-Reise. Es gebe eine wachsende Kriegsgefahr, sagte Lafontaines Parteifreund Maurer.


Berlin/Hamburg – Die Linksfraktion setze sich dafür ein, dass alles unternommen werde, einen Krieg wegen des iranischen Atomprogramms zu verhindern, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Ulrich Maurer heute in Berlin. Es spielten sich ganz ähnliche Szenarien wie vor dem Irak-Krieg vor drei Jahren ab.

Lafontaine soll vom Außenexperten der Linksfraktion, Norman Paech, begleitet werden. Einen genauen Termin gebe es für die geplante Reise allerdings noch nicht, sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim SPIEGEL ONLINE. Auch über mögliche Gesprächspartner machte Thalheim keine Angaben. "Es gibt die Absicht zu dieser Reise", sagte der Sprecher.

Die Linksfraktion will an diesem Donnerstag einen Antrag in den Bundestag einbringen, wonach sich die Abgeordneten gegen einen Militäreinsatz gegen Iran aussprechen sollen.

hen/dpa



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