Atomkonflikt Nordkorea erklärt Streit um eingefrorenes Vermögen für beendet

Eine millionenschwere Überweisung bringt Bewegung in den Streit um das nordkoreanische Atomprogramm: Nachdem eine russische Bank bislang eingefrorenes Vermögen ausgezahlt hat, will Pjöngjang nun seinen Teil der Vereinbarungen mit dem Westen erfüllen.


Pjöngjang - Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm ist offenbar ein großes Hindernis aus dem Weg geräumt worden. Die russische Dalkombank teilte heute mit, sie habe die lange Zeit in Macau eingefrorenen nordkoreanischen Vermögenswerte in Höhe von 25 Millionen Dollar an die Außenhandelsbank in Pjöngjang überwiesen. Nordkorea hat dies zur Bedingung für die Umsetzung eines internationalen Abrüstungsabkommens gemacht.

Nach der Überweisung der eingefrorenen Gelder kündigte Nordkorea an, die internationale Atomvereinbarung vom Februar umzusetzen. Dazu gehört die Abschaltung des umstrittenen Atomreaktors Yongbyon. Das Problem der eingefrorenen Vermögen in Höhe von 25 Millionen Dollar sei gelöst, hieß es heute in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Auf dem Weg nach Nordkorea traf der Chefinspekteur der Uno-Atomenergiebehörde (IAEA), Olli Heinonen, heute in China ein. Er will sich bei der nordkoreanischen Führung um die Rückkehr von IAEA-Inspektoren bemühen. Sie sollen die zugesagte Abschaltung des Atomreaktors überwachen.

phw/Reuters



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