Atomkonflikt Nordkorea fordert USA zu direkten Gesprächen auf

Nordkorea ist im Atomstreit bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren - aber nur unter der Bedingung, dass es zuvor bilaterale Gespräche mit den USA gibt. Washington müsse sich nun bald entscheiden, drängt Pjöngjang - sonst werde man seinen "eigenen Weg gehen".

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il: Pjöngjang kündigte an, "seinen eigenen Weg" zu gehen, sollten die USA nicht zu direkten Gesprächen bereit sein
REUTERS

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il: Pjöngjang kündigte an, "seinen eigenen Weg" zu gehen, sollten die USA nicht zu direkten Gesprächen bereit sein


Seoul - Nordkorea hat die USA zu direkten Gesprächen über sein Atomprogramm aufgefordert: Beide Länder müssten sich an einen Tisch setzen, um eine vernünftige Lösung zu finden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Falls Washington dazu nicht bereit sei, wolle Nordkorea seinen "eigenen Weg gehen", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang am Montag.

Zugleich sei Nordkorea bereit, die Sechs-Parteien-Gespräche über seine atomare Abrüstung wiederaufzunehmen. Nun seien die USA am Zug, eine Entscheidung zu treffen.

Nordkorea hatte die Sechser-Gespräche vor einem halben Jahr für tot erklärt, nachdem sich das Land im Dezember davon zurückgezogen hatte. Mit seinem zweiten Atomtest und mehreren Raketentests hat Nordkorea in den vergangenen Monaten einen Konfrontationskurs gefahren und ist erst in jüngster Zeit wieder auf eine gemäßigtere Wortwahl umgeschwenkt.

anr/dpa/Reuters/AFP



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aat 23.10.2009
1.
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
War eine sinnvolle Verständigung mit Nordkorea jemals möglich ?
maan, 23.10.2009
2. Nordkorea gegen den Rest der Welt?
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
Erst dann, wenn sich China und Russland durch den Hasardeur selbst bedroht fühlen. Wichtig wäre es, China und Russland wegen der Unterstützung Nordkoreas in der Weltgemeinschaft zu ächten. Ohne Unterstützung hätte der Spuk schnell ein Ende.
Ghost12 23.10.2009
3. Tolle Ausgangsfrage
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
Nein. Die provozieren schon wieder mit ihrer Passivität. Direkt Bomben abwerfen. Für Frieden und Demokratie.
tao chatai 23.10.2009
4.
Zitat von aatWar eine sinnvolle Verständigung mit Nordkorea jemals möglich ?
Na klar,vor dem ersten Ueberfall durch die USA,etwa 1864(ohne zu googeln)
Andreas Henn, 23.10.2009
5.
Zitat von sysopScharfe Worte: Bei ihrem Antrittsbesuch in Südkorea hat US-Außenministerin Clinton die "Tyrannei und Armut" im Norden des geteilten Landes gegeißelt. Sie forderte das Regime auf, seine Provokationen zu beenden. Ist eine politische Verständigung mit Nordkorea noch möglich?
Mit Nodkorea schon, warum auch nicht? Mit dem aktuellen Regime, nein, wie denn auch?
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