Atomkonflikt USA und Nordkorea sprechen über Nuklearprogramm

Es ist ein diplomatischer Kraftakt: Vertreter der USA und Nordkoreas sind in Genf zu Gesprächen über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm zusammen gekommen. Washington will erreichen, dass Pjöngjang zu den Sechs-Staaten-Gesprächen über sein Atomprogramm zurückkehrt.


Genf - Es ist das zweite bilaterale Treffen zwischen den USA und Nordkorea seit Juli 2011: Am Montag haben sich Vertreter beider Länder in Genf getroffen, um über Pjöngjangs umstrittenes Atomprogramm zu sprechen. Wie der amerikanische Sonderbeauftragte Clifford Hart bestätigte, findet das Zusammentreffen in der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen statt. Es ist auf zwei Tage angesetzt. In einer ersten Runde sei es um die Darstellung der eigenen Positionen gegangen, fügte Hart hinzu.

"Ich denke, das waren ganz nützliche Darstellungen", sagte Hart vor Journalisten. Die nordkoreanische Delegation, die von Vizeaußenminister Kim Kye Gwan geführt wird, äußerte sich zunächst nicht.

Experten richteten allerdings eher geringe Erwartungen an die Gespräche, bei denen es auch um eine Beilegung der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel gehen soll. Auch Nord- und Südkorea haben eine Serie von Gesprächen geführt.

Die USA wollen erreichen, dass Nordkorea zu den Sechs-Staaten-Gesprächen über Pjöngjangs Atomprogramm zurückkehrt. Sie waren 2008 gescheitert, als die Vereinten Nationen nach einem zweiten Atomtest Sanktionen gegen Nordkorea verhängten. An den Verhandlungen waren Nordkoreas Schutzmacht China, Russland, Japan, die USA und Südkorea beteiligt. China drängt Nordkorea zu einer Vertiefung der Gespräche mit den USA. Dies würde die Stabilität in der Region fördern, sagte der chinesische Vize-Ministerpräsident Li nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua dem nordkoreanischen Ministerpräsidenten Choe Yong-rim.

heb/AFP/Reuters/dpa



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Seite 1
Centurio X 24.10.2011
1. Man muß kein Hellseher sein,...
Zitat von sysopEs ist ein diplomatischer Kraftakt: Vertreter der USA und Nordkoreas sind in Genf zu Gesprächen über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm zusammen gekommen. Washington will erreichen, dass Pjöngjang zu den Sechs-Staaten-Gesprächen über sein Atomprogramm zurückkehrt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,793621,00.html
...um vorauszusagen,daß es genau so sein wird: "Außer Spesen nichts gewesen!" Das Atomprogramm Nordkoreas ist die "Schwimmweste", mit der sich der zur Zeit übelste Diktator der Welt über Wasser hält, indem er Hilfe für seine hungerleidende Untertanen von der westlichen Welt erpresst. Er wird einige Versprechungen als Vorleistung machen, die er wie gehabt nicht einlösen wird.
Gani, 24.10.2011
2. Der Winter kommt
Der Winter kommt und Kim braucht wieder gratis Öl und Diesel l um seine Panzer am laufen zu halten. Da bietet sich wieder die Möglichkeit Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und wenn dabei nicht gleich ein paar Tanker Sprit rausspringen, dann wird in einem Monat mit dem rostigen Säbel geklappert um nachzuhelfen. Achja, ein paar Säcke Reis fürs darbende Volk wären auch noch nett. Lasst dieses Regime doch endlich am ausgesreckten Arm verhungern.
Zereus 24.10.2011
3. ...
Zitat von GaniDer Winter kommt und Kim braucht wieder gratis Öl und Diesel l um seine Panzer am laufen zu halten. Da bietet sich wieder die Möglichkeit Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und wenn dabei nicht gleich ein paar Tanker Sprit rausspringen, dann wird in einem Monat mit dem rostigen Säbel geklappert um nachzuhelfen. Achja, ein paar Säcke Reis fürs darbende Volk wären auch noch nett. Lasst dieses Regime doch endlich am ausgesreckten Arm verhungern.
Nordkorea ist der perfekte Puffer zwischen China und der amerikanischen Einflußsphäre. Isoliert, bettelarm, trotzdem eine ziemlich riesige Armee, kommunistisch. Was will man mehr? Das wird China nicht aufs Spiel setzen. Wenn Hilfen aus dem Westen ausbleiben, wird man seinen Bruderstaat schon irgendwie vor dem Hungertod bewahren. Davon abgesehen dürfte auch den Amerikanern der Status Quo ganz gut passen. Das Säbelrasseln, das mit Sicherheit kommen wird, stört zwar ein wenig, aber mei. Man kann nicht alles haben .. Die Welt ist halt ein unmenschlicher Ort.
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