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06. Februar 2013, 20:37 Uhr

Streit über Atomprogramm

USA verhängen neue Iran-Sanktionen

Die USA erhöhen im Atomstreit mit Iran durch neue Sanktionen den Druck: Strafmaßnahmen sollen dem Regime in Teheran den Zugriff auf Einnahmen aus Ölverkäufen erschweren.

Washington - Die USA lassen im Streit über das iranische Atomprogramm nicht locker. Das Finanzministerium in Washington verkündete am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen, die Teherans Zugriff auf bei ausländischen Finanzinstituten lagernde Öleinnahmen verhindern sollen.

Teheran könne das Geld zwar in dem Land, an das es Öl verkaufe, für Güter ausgeben, aber nicht mehr auf heimische Konten überweisen. Außerdem verhängten die USA neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die nach Ansicht von Washington die iranische Opposition zensieren.Unter anderem wurde das US-Vermögen der iranischen Rundfunkanstalt IRIB eingefroren.

Der Westen verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück und pocht auf sein Recht auf die Nutzung der Atomenergie. Die internationale Gemeinschaft versucht, Iran mit Sanktionen gegen seine Wirtschaft zum Einlenken zu bewegen. Als letzte Option haben die USA und Israel aber auch einen Militärangriff auf iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

Die nächsten internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen am 26. Februar in Kasachstan stattfinden. US-Vizepräsident Joe Biden hatte vergangene Woche eine diplomatische Lösung des Atomstreits nicht ausgeschlossen: Die USA seien zu einem bilateralen Treffen bereit.

als/dpa/AFP

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