Atomstreit mit Iran Ahmadinedschad droht Westen mit "historischem Schlag"

Irans Präsident Ahmadinedschad droht dem Westen im Fall eines Angriffs auf sein Land mit einem "historischen Schlag ins Gesicht". Wegen der Uno-Sanktionen im Atomstreit will er die USA "weiter erniedrigen" - Iran werde vom umstrittenen Atomprogramm keinesfalls lassen.


Teheran - Kräften, die Iran schikanieren wollten, werde man einen "historischen Schlag ins Gesicht" verpassen, sagte Ahmadinedschad. Die iranische Nation werde sich wehren, wenn sich jene Staaten erneut gegen Iran wenden, die schon im iranisch-irakischen Krieg (1980-1988) auf der anderen Seite gestanden hätten. Das Land verteidige sein Atomprogramm und werde dies auch künftig tun.

Ahmadinedschad: Droht mit "historischem Schlag"
AP

Ahmadinedschad: Droht mit "historischem Schlag"

Ahmadinedschad kritisierte die Uno-Sanktionen, die Iran zum Stopp des Atomprogramms zwingen sollen. Die Resolution des Uno-Sicherheitsrates habe "keine Gültigkeit" und sei "illegal", sagte Ahmadinedschad. Sie sei unter dem Druck der USA und Großbritanniens zustande gekommen.

Ahmadinedschad bezeichnete die verhängten Sanktionen als Teil einer psychologischen Kriegsführung gegen Iran. Sie sollten Zwietracht innerhalb des Landes säen. Iran habe die USA allerdings "schon oft erniedrigt, und wir werden euch auch in Zukunft erniedrigen", sagte der Präsident.

Israel und die USA werfen Iran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms den Bau von Atomwaffen voranzutreiben. Der Uno-Sicherheitsrat hatte am 23. Dezember eine Resolution verabschiedet, die den Export von Gütern und Technik untersagt, die dem iranischen Atom- oder Raketenprogramm nutzen könnten. Außerdem soll das Vermögen einiger Unternehmen und Einzelpersonen mit Bezug zum iranischen Atomprogramm eingefroren werden. Vor allem die USA vermuten, dass Iran nach Atomwaffen strebt. Das Mullah-Regime hat dagegen stets erklärt, sein Nuklearprogramm diene lediglich zivilen Zwecken.

asc/AFP/AP/Reuters



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