Aufstand gegen Assad USA verschärfen Ton gegen Syrien

Die USA haben die Gewalt in Syrien abermals scharf verurteilt und das Assad-Regime zu einer umfangreichen Zusammenarbeit mit den Beobachtern der Arabischen Liga aufgefordert. Andernfalls müsse das Land mit "weiteren Schritten" rechnen.


Washington - Die USA drohen mit "weiteren Schritten", sollte Syrien der Friedensmission der Arabischen Liga die Zusammenarbeit verweigern. Welche Maßnahmen das genau sind, teilte das US-Außenministerium am Dienstag allerdings nicht mit. "Wenn das syrische Regime weiter die Anstrengungen der Arabischen Liga missachtet und sich widerspenstig zeigt, wird die Weltgemeinschaft andere Mittel in Erwägung ziehen, um syrische Zivilisten zu schützen."

Abermals verurteilte Washington das Blutvergießen auf das Schärfste. "Wir sahen Bilder von wahllosem Beschuss, auch durch Panzer, und haben Berichte über Dutzende Tote, Tausende von Festnahmen und über zusammengeschlagene, friedliche Demonstranten gehört", hieß es in der Mitteilung weiter.

In der seit Wochen umkämpften Protesthochburg Homs hatten zuvor Beobachter der Arabischen Liga ihre Mission in Syrien gestartet. Am Dienstagvormittag erreichte eine Delegation unter Führung des sudanesischen Generals Mustafa al-Dabi die drittgrößte Stadt des Landes. Wenige Stunden zuvor waren dort bei heftigen Kämpfen mindestens sechs Menschen getötet worden.

Syrische Oppositionelle haben die internationale Gemeinschaft aufgefordert, dem Beispiel in Libyen zu folgen und Schutzzonen einzurichten. In dem nordafrikanischen Land setzte die Nato die vom Uno-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbotszonen mit Luftangriffen durch.

Seit Monaten geht das Regime von Syriens Machthaber Baschar al-Assad mit Gewalt gegen Demonstranten vor. Bei der Niederschlagung der Proteste wurden nach Uno-Angaben mehr als 5000 Menschen getötet.

hen/Reuters/dpa

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Hape1 28.12.2011
1.
Zitat von sysopDie USA haben die Gewalt in Syrien abermals scharf verurteilt und das Assad-Regime zu einer umfangreichen Zusammenarbeit mit den Beobachtern der Arabischen Liga aufgefordert. Andernfalls müsse das Land mit "weiteren Schritten" rechnen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,806003,00.html
"Am Dienstagvormittag erreichte eine Delegation unter Führung des sudanesischen Generals Mustafa al-Dabi die drittgrößte Stadt des Landes." _________________________________________________________ General Mustafa al-Dabi werden massive Menschenrechtsverletzungen aus seiner Zeit als hochrangiger Mitabreiter des sudanesischen Geheimdienstes vorgeworfen. Bock zum Gärtner gemacht?
Traumschau 28.12.2011
2. Mannomann,
Zitat von sysopDie USA haben die Gewalt in Syrien abermals scharf verurteilt und das Assad-Regime zu einer umfangreichen Zusammenarbeit mit den Beobachtern der Arabischen Liga aufgefordert. Andernfalls müsse das Land mit "weiteren Schritten" rechnen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,806003,00.html
ausgerechnet die Amerikaner äußern sich zu Menschenrechten in anderen Ländern. Wer im Glashau sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen. Erst mal zu Hause die Menschenrechte wieder einführen, dann meckern! Aber sobald wird die USA nicht in Syrien einmarschieren - erst ist noch der Iran dran. Immer schön der Reihe nach ...
Trondesson 28.12.2011
3.
Zitat von Traumschauausgerechnet die Amerikaner äußern sich zu Menschenrechten in anderen Ländern. Wer im Glashau sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen. Erst mal zu Hause die Menschenrechte wieder einführen, dann meckern! Aber sobald wird die USA nicht in Syrien einmarschieren - erst ist noch der Iran dran. Immer schön der Reihe nach ...
Iran ist für die USA wohl doch noch eine Nummer zu groß. Außerdem muß Langley dort noch ein wenig an den Gründen feilen, während der Zeitpunkt, unter dem Vorwand, die sogenannten "Menschenrechte" (was immer das bedeuten mag) zu schützen, einzumarschieren, in Syrien gerade äußerst günstig ist.
AKI CHIBA 28.12.2011
4. Wir hatten unseren 30-Jährigen Krieg
Zitat von Traumschauausgerechnet die Amerikaner äußern sich zu Menschenrechten in anderen Ländern. Wer im Glashau sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen. Erst mal zu Hause die Menschenrechte wieder einführen, dann meckern! Aber sobald wird die USA nicht in Syrien einmarschieren - erst ist noch der Iran dran. Immer schön der Reihe nach ...
Nicht nur das Öl macht böses Blut in der Region. Es droht ein show-down zwischen Schiiten und Sunniten.
pacificatore, 28.12.2011
5. Alawiten versus Sunniten
Zitat von sysopDie USA haben die Gewalt in Syrien abermals scharf verurteilt und das Assad-Regime zu einer umfangreichen Zusammenarbeit mit den Beobachtern der Arabischen Liga aufgefordert. Andernfalls müsse das Land mit "weiteren Schritten" rechnen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,806003,00.html
Die Alawitische Oberschicht entstammt armen bäuerlichen Strukturen. Die Kontakte zum irakischen Baath waren eng und die Religion ist mit der der Schiiten eng verwandt. Ein Grund mehr für die Sunniten in Saudi-Arabien gegen diese Führungsschicht vorzugehen. Deshalb ist die Frage zu stellen, wer ist eigentlich die Opposition, die von den USA untersützt wird. Hier ist Informationsbedarf angesagt. Unklar bleibt auch, was macht Frankreich, das traditionell den Alawiten verbunden war und ist?
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