Alarm in Israel Syrische Panzer dringen auf Golanhöhen vor

Ein Konvoi syrischer Panzer und Panzerfahrzeuge ist in die demilitarisierte Zone auf den Golanhöhen eingedrungen. Zuvor sollen Mörsergranaten in der Region eingeschlagen sein. Israel legt Beschwerde bei der Uno ein.

Syrischer Panzer, hier am 2. Mai in Homs: Vormarsch auf die Golanhöhen
AFP

Syrischer Panzer, hier am 2. Mai in Homs: Vormarsch auf die Golanhöhen


Hamburg/Jerusalem - Drei syrische Panzer sind am Samstag nach israelischen Angaben in die demilitarisierte Zone auf den Golanhöhen eingedrungen. Israel habe daraufhin bei der Uno-Friedenstruppe in der Pufferzone Beschwerde eingelegt, teilte eine Sprecherin der Streitkräfte mit.

Die Panzer sowie zwei gepanzerte Transportfahrzeuge seien wenige Kilometer von israelischen Stützpunkten entfernt vorbeigefahren, berichtete die israelische Nachrichtenwebsite Ynet. Sie seien in das Dorf Bir Adscham eingedrungen und hätten sich an Kämpfen gegen syrische Rebellen beteiligt.

Zuvor sind laut Ynet bereits mehrere Mörsergranaten in der demilitarisierten Zone eingeschlagen. Der Beschuss könnte der Auslöser für ein Feuer am Berg Hosek nahe der Grenze am Samstag gewesen sein.

Von der israelischen Militärsprecherin gab es keine weiteren Auskünfte zu dem Vorfall. Die relativ zurückhaltende Reaktion deutet darauf hin, dass das israelische Militär die Panzer nicht als direkte Bedrohung wahrnimmt. Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg 1967 erobert und später annektiert. Nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatte Israel mit Syrien die Einrichtung einer Pufferzone unter Uno-Kontrolle vereinbart.

Vor dem Einzug des Panzerkonvois in die Zone der Golanhöhen hatten syrische Aufständische einen Luftwaffenstützpunkt im Norden des Landes angegriffen und sich schwere Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. Die Rebellen hätten die Basis Taftanas in den frühen Morgenstunden angegriffen, berichtete die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.

cbu/dapd/dpa



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