Auge um Auge Israelische Kampfhubschrauber töten Hamas-Führer

Israel hat seine Politik der gezielten Exekution von Extremisten wieder aufgenommen. Kampfhubschrauber töteten im Zentrum von Gaza den militanten Hamas-Führer Ismail Abu Schanab und zwei seiner Leibwächter. Die Hamas erklärte die nur sieben Wochen alte Waffenruhe kurz darauf für beendet.

Gaza - Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat am Donnerstag die sieben Wochen alte Waffenruhe mit Israel für beendet erklärt. Hamas-Sprecher Ismail Hania begründete den Schritt mit der Liquidierung des militanten Hamas-Führers Ismail Abu Schanab durch israelische Kampfhubschrauber am Mittag im Zentrum Gazas. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die Liquidierung als "unverantwortlich" verurteilt.

Nach Augenzeugenberichten hatten Hubschrauber mehrere Raketen auf das Auto Schanabs abgefeuert. Das Auto des Extremistenführers wurde völlig zerstört. Augenzeugen sahen, wie die zum Teil zerfetzten Körper der Getöteten aus dem ausgebrannten Wrack entfernt wurden. Der Anschlag im Viertel Rimal erfolgte 300 Meter vom örtlichen Uno-Hauptsitz entfernt.

In israelischen Sicherheitskreisen wurde bestätigt, dass der Angriff Abu Schanab gegolten habe. Die israelfeindliche Hamas ist für zahlreiche Selbstmordanschläge in Israel verantwortlich. Augenzeugen berichteten, die Hubschrauber hätten fünf Raketen auf ein Wohnviertel in Gaza-Stadt abgefeuert. Mindestens vier der Raketen hätten ein Auto getroffen.

Die israelische Regierung hatte am Mittwochabend beschlossen, die gezielten Angriffe auf militante Palästinenser wieder aufzunehmen. Dies folgte dem blutigen Selbstmordanschlag in Jerusalem am Dienstagabend, bei dem 20 Israelis, darunter viele Kinder, getötet worden waren. Inzwischen hat auch die palästinensische Autonomiebehörde den Extremistengruppen Hamas und Islamischer Dschihad den Kampf angesagt. Beide hatten sich zu dem Anschlag bekannt.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.