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Ausfälle in Parlamenten Lacher, Tricks und Prügeleien

Bü-hü-hündnerfleisch: Weil er sich im Parlament über verkorkstes Beamtendeutsch schlapplachte, wurde der Schweizer Finanzminister Merz zum Star im Internet. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie munter, turbulent und auch brutal es manchmal in anderen Parlamenten zugeht.

Berlin/Bern - Wie regelt die Schweiz den Fleischimport? Normalerweise ist das keine Frage, die besondere Stimmung im Parlament verspricht. Anders war das bei einem Auftritt des Schweizer Finanzministers Hans-Rudolf Merz. Dem schienen die bürokratischen Bestimmungen derart absurd, dass ihm vor Lachen die Tränen in die Augen schossen.

Seitdem ist er auch im Internet ein Star.

Die Schweiz ist nicht das einzige Land, dessen Parlament phasenweise beste Unterhaltung zu bieten hat. Abgeordnete sind auch nur Menschen. Es gab und gibt immer mal wieder hübsche Aufreger in den hohen Häusern dieser Welt, natürlich auch hierzulande. Mal sind sie harmlos, wie Merz' Lachanfall, mal sind sie handfest, wenn sich die Volksvertreter wilde Schlägereien liefern, mal sind sie heikel, wenn ein Redner lallt, weil er nächtens ein bisschen zu tief ins Glas geguckt hat.

Manche Aufreger sind legendär. Der Eklat im Europäischen Parlament 2003 gehört dazu, als Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi dem deutschen Abgeordneten Martin Schulz entgegenschmetterte, er könne in einem Film auch die Rolle eines KZ-Aufsehers übernehmen. Die Ausfälle von SPD-Schimpfbold Herbert Wehner sind ebenfalls zahlreich dokumentiert.

SPIEGEL ONLINE gibt einen kleinen Überblick über die besten Parlamentskracher.

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Aufreger im Parlament: Bosheiten und andere schlagende Argumente

Foto: Heinz Wieseler/ picture-alliance/ dpa
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