Auszeichnungen Al Gore für Friedensnobelpreis nominiert

Wegen seines Einsatzes gegen die drohende Klimakatastrophe ist der frühere US-Vizepräsident Gore für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert worden. Weitere aussichtsreiche Kandidaten sind die chinesische Menschenrechtlerin Kadeer und der finnische Ex-Präsident Ahtisaari.


Oslo - Wie der norwegische Rundfunk meldete, haben zwei Abgeordnete des Parlaments in Oslo den Politiker beim ebenfalls in der norwegischen Hauptstadt ansässigen Nobelkomitee vorgeschlagen.

Als weitere aussichtsreiche Kandidaten gelten der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari, 69, für seine Arbeit als internationaler Friedensvermittler und die im US-Exil lebende chinesische Menschenrechtlerin Rebya Kadeer, 58. Sie tritt für die Rechte der uigurischen Minderheit ein, der sie entstammt.

Die Entscheidung über die Vergabe fällt Anfang bis Mitte Oktober. 2006 waren 191 Kandidaten vorgeschlagen. Wie der Direktor des Nobelinstitutes, Geir Lundestad, mitteilte, steht die Zahl der diesjährigen Nominierungen auch nach Auslaufen der Vorschlagfrist am 1. Februar noch nicht fest. Grund seien lange Postwege.

Als sicher gilt, dass auch der irische Rocksänger Bono, 46, und sein britischer Kollege Bob Geldof, 52, erneut für ihren Einsatz zur Entschuldung von Ländern der Dritten Ländern zum Kandidatenkreis gehören. Im letzten Jahr war der Bankier Mohammed Yunus aus Bangladesch für seine Mikrokredite an arme Menschen ausgezeichnet worden.

Der Friedensnobelpreis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert. Letzter deutscher Preisträger war 1971 der damalige Bundeskanzler Willy Brandt. Traditionell wird der Nobelpreis am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896).

asc/dpa



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