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Autobombe: Blutiger Anschlag in Syrien

Foto: AFP/ SANA

Aufstand gegen Assad Viele Tote und Verletzte bei Anschlag in Ost-Syrien

Bei der Explosion einer Autobombe in der syrischen Stadt Deir al-Saur sind mindestens neun Menschen getötet worden - rund hundert weitere wurden verletzt. Der Sprengsatz detonierte in der Nähe mehrerer Geheimdienstniederlassungen.

Deir al-Saur - Ziel des Anschlags war möglicherweise ein Gebäude des Geheimdienstes. Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, explodierte die Bombe in der Nähe mehrerer Geheimdienstniederlassungen und eines Militärkrankenhauses.

Auf Bildern in den offiziellen Medien waren beschädigte Gebäude, Autowracks, ein großer Krater und Blutlachen zu sehen. Wer hinter dem Anschlag steht, ist allerdings noch unklar. Nach offiziellen Angaben untersuchte eine Gruppe von Uno-Beobachtern den Anschlagsort.

Das Staatsfernsehen sprach von einem "terroristischen" Anschlag. Das Auto sei von einem "Selbstmordattentäter" gesteuert worden, der tausend Kilogramm Sprengstoff zur Explosion gebracht habe, hieß es. Die Opposition hingegen sieht einen Racheakt der Regierung von Präsident Baschar al-Assad hinter der Bluttat.

Die "ganze Verantwortung" für die Explosion und andere "kriminelle Anschläge" liege bei Assads Regierung, erklärte der oppositionelle Syrische Nationalrat. Die Führung in Damaskus wolle sich offenbar "rächen", nachdem sie damit gescheitert sei, Demonstrationen gegen Assad mit Zehntausenden Teilnehmern zu verhindern.

Erst am Freitag hatten Regierungstruppen laut der Beobachtungsstelle das Feuer auf Demonstranten in Aleppo im Norden des Landes eröffnet. In der zweitgrößten Stadt Syriens fand die größte Protestaktion seit Beginn des Aufstands in Syrien statt.

Seit dem Beginn der Revolte gegen die autoritäre Führung von Präsident Baschar al-Assad vor mehr als einem Jahr gab es bereits mehrere Anschläge in Damaskus und in der zweitgrößten Stadt Aleppo im Norden. In der Hauptstadt wurden vor neun Tagen 55 Menschen bei einem Doppelanschlag getötet. Dabei handelte es sich um die schwersten Anschläge seit Beginn des syrischen Aufstands.

irb/afp/dpa
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