Bagdad Autobombe reißt 14 Marktbesucher in den Tod

Die Einwohner von Kasimija machten gerade ihre letzten Besorgungen, als die tödliche Bombe explodierte: Im dem belebten irakischen Stadtviertel kamen am Abend nach Angaben der Polizei 14 Menschen ums Leben.


Bagdad - Der Anschlag ereignete sich rund eineinhalb Stunden vor einem nächtlichen Ausgehverbot auf einem belebten Platz in der Nähe der Moschee Imam Mussa Kasem. Nach Polizeiangaben sind 22 weitere Menschen verletzt worden. Es war bereits der zweite Anschlag in Kasimija binnen drei Wochen.

Wenige Stunden zuvor wurde in Dschadrija im Westen der Hauptstadt bei einem Autobombenanschlag an einer Polizeisperre ein Polizist getötet, drei weitere erlitten Verletzungen. In Samarra 125 Kilometer nördlich von Bagdad starben nach Polizeiangaben sieben Menschen durch die Explosion eines Sprengsatzes. In Tasa wurden vier Polizisten erschossen. In Bagdad seien zudem die Leichen von 21 Ermordeten entdeckt worden, teilten die Sicherheitskräfte mit.

14 Mitglieder des Terrornetzwerks El Qaida im Irak sind im Norden des Landes getötet worden, als sie in ihrem Versteck einen Tanklaster für einen Anschlag mit Sprengstoff präparierten und die Ladung vorzeitig explodierte. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Mittwoch in einem Dorf bei Scharkat, 250 Kilometer nördlich von Bagdad, wie die Polizei in der Provinzhauptstadt Tikrit mitteilte. Den eintreffenden Sicherheitskräften bot sich in der Terroristen-Werkstatt ein Bild der Verwüstung. Bewohner umliegender Gehöfte seien bereits dabei gewesen, die in der Umgebung weit verstreuten Leichenteile einzusammeln, hieß es.

reh/AP/AFP

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