Bagdad Granatenangriff auf Gefängnis - fünf Tote, Dutzende Verletzte

Im Schlaf überrascht: Bei einem Granatenangriff auf ein Gefängnis in Bagdad sind mindestens fünf Häftlinge getötet und Dutzende weitere verletzt worden. In der Haftanstalt des irakischen Innenministerium werden mutmaßliche Aufständische gefangengehalten.


Bagdad - Eine Serie von Wurfgeschossen hat am Morgen ein Gefängnis im Zentrum Bagdads getroffen. Die Haftanstalt aus mehreren Zellenblöcken und wurde dabei schwer zerstört. Die meisten Häftlinge hätten zum Zeitpunkt des Angriffs noch geschlafen, sagte ein Krankenhausmitarbeiter. Das Gefängnis ist an das Gebäude des irakischen Innenministeriums angegliedert.

Einige Gefangene hätten den Angriff zur Flucht genutzt, sagte ein Beamter des Ministeriums. In der Haftanstalt im Zentrum Bagdads werden mutmaßliche Aufständische gefangengehalten.

Zuvor hatten Extremisten eine Rakete auf eine Raffinerie im Süden Bagdads abgeschossen. Ein Sprecher des Ölministeriums sagte, die Rakete habe einen großen Öltank getroffen und ein Feuer entfacht. Verletzt worden sei niemand. Über dem Vorort Al-Dura war schwarzer Rauch aufgestiegen. Die Feuerwehr habe den Brand inzwischen unter Kontrolle gebracht.

Unterdessen erklärte der irakische Verteidigungsminister Abdul Kader al-Obaidi, die irakische Armee sei nun bereit, die Verantwortung für die Sicherheit in der Stadt Basra ganz zu übernehmen. Wie die irakische Presse berichtete, soll die Zahl der Soldaten in den vergangenen Monaten aufgestockt worden sein.

Der britische Premierminister Gordon Brown hatte am gestern während eines vorab nicht angekündigten Besuches in der südirakischen Hafenstadt Basra die Übergabe Stadt angekündigt: Die Kontrolle Basras soll binnen zwei Wochen an die irakischen Sicherheitskräfte übergeben werden. Die Zahl der britischen Soldaten im Irak soll bis zum Frühjahr von derzeit 4500 auf 2500 sinken.

amz/dpa/AP

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