Bagdad Terroristen prahlen mit Ermordung von US-Geisel

Eine Terrorgruppe namens "Islamische Armee im Irak" hat auf einer Internetseite vermeldet, ihre amerikanische Geisel getötet zu haben. Die Entführer hatten zuvor der US-Regierung ein Ultimatum gestellt.


Bagdad - Die Meldung über die Ermordung der amerikanischen Geisel ist laut der Nachrichtenagentur Reuters auf einer häufig von Terroristen genutzten Website zu lesen. Darin hieß es, der Mann sei getötet worden, weil die US-Regierung die Forderungen der Entführer nicht erfüllt hätten. Eine Bestätigung für den Tod des Mannes gibt es jedoch nicht. Die Entführer kündigten an, später Bilder der Ermordung zu veröffentlichen.

US-Geisel Ronald Schulz: Al-Dschasira hatte ein Video der Entführer ausgestrahlt
AFP

US-Geisel Ronald Schulz: Al-Dschasira hatte ein Video der Entführer ausgestrahlt

Vor zwei Tagen hatte der arabische Nachrichtensender al-Dschasira ein Video der Entführer ausgestrahlt. Darin hieß es, bei dem Entführten handele es sich um einen amerikanischen Sicherheitsberater. Der 40-jährige Ronald Schulz habe das irakische Wohnungsbauministerium beraten. In der Videobotschaft hatten sie mit der Tötung des Mannes innerhalb von 48 Stunden gedroht, falls die USA nicht alle irakischen Gefangenen freilasse. Die Echtheit der Botschaft habe zunächst nicht geprüft werden können, teilte der Sender mit.

Auf dem Video war ein blonder Mann zu sehen, der offensichtlich aus einem westlichen Land stammt. Seine Hände waren auf dem Rücken zusammengebunden. Die Bildsequenz trug das Zeichen der "Islamischen Armee im Irak". Auch ein US-Pass und ein arabisches Ausweispapier mit dem angeblichen Namen der Geisel waren gezeigt worden.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.