Während Asean-Außenministertreffen Mehrere Bombenexplosionen in Bangkok

In Bangkok sind mehrere kleine Sprengsätze detoniert. Vier Menschen sollen verletzt worden sein. In der thailändischen Hauptstadt treffen sich derzeit die Außenminister der südostasiatischen Asean-Staaten.

Mehrere Sprengsätze sind in Bangkok detoniert. Vier Menschen sollen verletzt worden sein
RUNGROJ YONGRIT/EPA-EFE/REX

Mehrere Sprengsätze sind in Bangkok detoniert. Vier Menschen sollen verletzt worden sein


Bei der Explosion mehrerer kleiner Sprengsätze in Bangkok sind mindestens vier Menschen leicht verletzt worden. Die Hintergründe sind noch unklar.

Die kleinen Sprengsätze, sogenannte Ping-Pong-Bomben von der Größe eines Tischtennisballs, explodierten an mehreren Orten in Bangkok. Im Stadtbezirk Suanluang gab es Behördenangaben zufolge drei Leichtverletzte. Die Sprengsätze waren demnach in Büschen am Straßenrand versteckt. Nach Angaben von Rettungskräften wurde noch ein vierter Verletzter in ein Krankenhaus eingeliefert.

Zwei weitere Sprengsätze detonierten in der Nähe eines bekannten Wolkenkratzers im Stadtzentrum. Dabei ging nach Polizeiangaben Glas zu Bruch. An dem "Maha Nakhon"-Hochhaus waren Experten für Bombenentschärfungen im Einsatz.

Derzeit ist in der thailändischen Hauptstadt ein Treffen der Außenminister der südostasiatischen Asean-Staaten. Zu Gast sind auch die Außenminister aus den USA, Russland und China.

Regierungssprecherin Narumon Pinyosinwat sagte, Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha habe eine "sofortige Untersuchung" der Explosionen, die sich kurz vor einer Rede von US-Außenminister Mike Pompeo ereigneten, angeordnet.

"Die Sicherheitsmaßnahmen wurden verschärft", sagte die Regierungssprecherin. Die Bevölkerung solle nicht in Panik geraten.

Vor zehn Jahren waren bei einem Asean-Treffen in Thailand Demokratieaktivisten der sogenannten Rothemden in den Veranstaltungsort in der Küstenstadt Pattaya eingedrungen und hatten Neuwahlen gefordert. Im folgenden Chaos wurden Gipfelteilnehmer mit Militärhubschraubern in Sicherheit gebracht oder flohen mit Booten.

cop/AFP/dpa



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