Bangladesch 25 Mitglieder der Regierungspartei wegen Mordes angeklagt

Ein Student äußerte sich kritisch über eine politische Vereinbarung der Regierung von Bangladesch mit Indien, kurz darauf wurde er zu Tode geprügelt. Jetzt müssen sich Mitglieder der Awami-Liga vor Gericht verantworten.

Dhaka: Studentische Mitglieder der regierenden Awami-Liga fordern Gerechtigkeit für Abrar Fahad
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Dhaka: Studentische Mitglieder der regierenden Awami-Liga fordern Gerechtigkeit für Abrar Fahad


Nach dem gewaltsamen Tod eines Studenten in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka müssen sich 25 Mitglieder der regierenden Awami-Liga wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die Anklage wurde am Montag zugelassen, sagte ein Staatsanwalt.

Der Elektroingenieur-Student Abrar Fahad soll von den Mitgliedern der Partei am 6. Oktober zu Tode geprügelt worden sein, nachdem er auf Facebook eine Vereinbarung zur Wasserteilung mit dem Nachbarland Indien kritisiert hatte. Der Prozess soll nach Angaben des Staatsanwalts am 3. Dezember beginnen.

Die Awami-Liga unterstützt das von vielen kritisierte Wasserabkommen mit dem Nachbarland. Fahad sei Stunden vor seinem Tod von Kommilitonen des Studentenbundes der Awami-Liga zu seinem Post befragt worden, hieß es. Tausende Studenten und politische Aktivisten hatten bei Demonstrationen schnelle Gerechtigkeit in dem Fall gefordert.

mes/dpa



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