Bangladesch Angreifer töten liberalen Professor mit Macheten

Unbekannte haben in Bangladesch den liberalen Universitätsprofessor Rezaul Karim Siddique auf offener Straße erstochen. Die Polizei macht militante Islamisten für den Angriff verantwortlich.
Rezaul Karim Siddique

Rezaul Karim Siddique

Foto: MD. ABDULLAH IQBAL/ AFP

Professor Rezaul Karim Siddique war gerade auf dem Weg von der Bushaltestelle nach Hause, als sich die Angreifer von hinten näherten. Mindestens drei Mal stachen sie mit Macheten auf den Hals des 58-Jährigen ein. Dann flohen die Angreifer unerkannt, Siddique verstarb noch am Tatort.

Der Mord ereignete sich in der Stadt Rajshahi im Nordwesten von Bangladesch . Die Stadt gilt als Hochburg militanter Islamisten. In den vergangenen Jahren töteten Extremisten nach Angaben der Behörden mindestens drei weitere Professoren der Universität von Rajshahi. Siddique war dort Englischprofessor und engagierte sich gegen den wachsenden Einfluss religiöser Kräfte. Er leitete Kulturprogramme und gab ein Literaturmagazin heraus.

"Die Art des Angriffs deutet darauf hin, dass die Tat von extremistischen Gruppen begangen wurde", sagte der Polizeichef von Rajshahi, Mohammad Shamsuddin. Die Ermittler gehen von zwei oder drei Tätern aus.

Landesweit haben militante Islamisten seit 2013 mehrere säkulare Blogger, christliche Konvertiten , Studenten und Professoren getötet. Wie Siddique wurden die Opfer auf offener Straße niedergestochen. Zuletzt war Anfang des Monats in der Hauptstadt Dhaka der 26-jährige Jurastudent Nazimuddin Samad getötet worden . Ansar al-Islam, der regionale Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida, bekannte sich zu der Tat.

Die Regierung bestreitet jedoch, dass al-Qaida und die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in Bangladesch aktiv sind.

syd/AP/Reuters
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