Bilanz des US-Präsidenten Obama nennt größten Fehler seiner Amtszeit

US-Präsident Obama blickt auf seine Amtszeit zurück: Er habe Amerika vor der Rezession bewahrt. In der Außenpolitik hingegen gibt er einen großen Fehler zu.
US-Präsident Barack Obama

US-Präsident Barack Obama

Foto: Carolyn Kaster/ AP

Während bei Demokraten und Republikanern bereits der Kampf um die nächste US-Präsidentschaft tobt, beschäftigt sich Barack Obama mit der Frage, was er in seiner Amtszeit richtig und falsch gemacht hat.

Er habe vieles erreicht, aber auch Fehler gemacht, sagte der US-Präsident in einem Interview mit "Fox News Sunday". Als seinen größten Fehler bezeichnete er sein Vorgehen in Libyen nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi.

In einem Blitzinterview des TV-Senders Fox News antwortete Obama in der Nacht zum Montag auf die Frage "Ihr schlimmster Fehler?" wie folgt: "Wahrscheinlich das Scheitern beim Konzipieren eines Plans am Tag nach der Intervention in Libyen, welche mir damals als richtige Entscheidung erschien." In Libyen herrscht seit dem Sturz Gaddafis im Jahr 2011 Chaos. Das Land wird von zahlreichen bewaffneten Milizen beherrscht, vor allem der "Islamische Staat" wird dort immer mächtiger.

Es ist nicht das erste Mal, dass Obama sich kritisch über die Lage in Libyen äußert. Dem Magazin "Atlantic" sagte er im vergangenen Monat, die militärische Operation selbst sei zwar so gut wie erhofft verlaufen, aber jetzt herrsche in Libyen "Chaos".

Als seine "größte Leistung" während der Präsidentschaft nannte Obama "die Rettung der Wirtschaft vor einer großen Depression".

Hintergründe zur Lage in Libyen und zum Vormarsch des "Islamischen Staats" lesen Sie hier:

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