Obama trifft Aung San Suu Kyi Friedensnobelpreisträger unter sich

US-Präsident Barack Obama hat die Freiheitsikone Aung San Suu Kyi getroffen. Im Gespräch mit der Oppositionsführerin forderte er freie Wahlen in Burma. Das Wirken der Friedensnobelpreisträgerin bezeichnete er als Inspiration.

Obama und Suu Kyi in Rangun: "Rückschritte" im politischen Reformprozess beklagt
DPA

Obama und Suu Kyi in Rangun: "Rückschritte" im politischen Reformprozess beklagt


Rangun - Barack Obama und Aung San Suu Kyi sind beide Träger des Friedensnobelpreises: Bei einem privaten Treffen in ihrem Haus in Rangun, in dem sie große Teile ihres Hausarrestes unter der damaligen Militärdiktatur verbracht hatte, hat der US-Präsident seine Kritik am Demokratisierungsprozess in Burma bekräftigt. Die nach Jahrzehnten der Militärherrschaft eingeleiteten Reformen seien bislang weder "vollständig" noch "unumkehrbar".

Erneut forderte Obama freie Wahlen für das Land: Das Parlament soll im kommenden Jahr neu bestimmt werden und anschließend einen Nachfolger für den amtierenden Staatschef und früheren General Thein Sein wählen. Bereits am Donnerstag hatte der US-Präsident "Rückschritte" im politischen Reformprozess beklagt, außerdem dürfe die muslimische Minderheit der Rohingya nicht länger diskriminiert werden.

Das Wirken der Friedensnobelpreisträgerin könne hingegen weiterhin als Inspiration dienen, sagte Obama. Suu Kyi, die wegen ihres britischen Ehemanns laut Verfassung nicht Präsidentin werden darf, forderte für den weiteren Reformprozess "eine gesunde Balance zwischen Optimismus und Pessimismus". Der Reformprozess sei ins Schlingern geraten, sagte Suu Kyi.

Obama war im Rahmen des Gipfeltreffens der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) in Burma, das den Gipfel ausrichtete.

vek/dpa/AFP



insgesamt 3 Beiträge
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robert.c.jesse 14.11.2014
1. Licht & Dunkel...
Hier trifft sich Tag und Nacht! Unterschiedlicher könnten die Verdienste der "Friedensnobelpreisträger" nicht sein.
silenced 14.11.2014
2.
Ja, Nobelpreisträger unter sich, und beide haben diesen Preis weder verdient noch wirklich etwas dafür getan, außer ihre Ureigensten Interessen vertreten. Es ist schade, wie sehr der Friedensnobelpreis in den letzten 10 Jahren entwertet wurde.
seneca55 14.11.2014
3. Obama fordert Freie Wahlen in Burma und
Keine Diskriminierung von Moslems mehr. Aber warum sagt er das Suu KYi, die kein polit. Amt hat?
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