Gala in Washington Aretha singt, Obama weint

Allzu oft tritt Aretha Franklin nicht mehr auf. Doch wenn, ist die 73-jährige Soulsängerin immer noch eine Stimmgewalt, die mit nur einem Ton Gänsehaut hervorrufen kann. Bei einer Gala in Washington überkam es auch US-Präsident Obama.

Da war sogar der mächtigste Mann der Welt ergriffen: Bei der 38. Verleihung des Kennedy-Preises gab sich die "Queen of Soul" Aretha Franklin persönlich die Ehre - und das, obwohl es an dem Abend eigentlich gar nicht um sie ging.

Im Pelz stolzierte die Diva aus Memphis, Tennessee, auf die Bühne, setzte sich ans Piano, spielte ein paar erste Akkorde - und der Saal tobte. Im Mittelpunkt der Preisverleihung standen eigentlich unter anderen die Sängerin Carole King. Ihr zu Ehren sang Franklin den Klassiker "(You Make Me Feel Like) A Natural Woman" von 1967.

Schon beim ersten Ton war das Publikum kaum zu halten. Franklin, deren Vater ein Baptistenprediger war und die schon als Jugendliche Gospel sang, zeigt ihr gesamtes Können - eine Hommage von einer wahren Instanz an die große Komponistin King. Carole King, von der das gesungene Lied im Original stammt, wippte begeistert auf ihrem Stuhl hin und her. Immer wieder hielt sie ungläubig die Hände vors Gesicht - ganz verzückt angesichts Franklins wuchtiger Performance. Und Präsident Obama war von dem Auftritt der lebenden Legende gar zu Tränen gerührt. Immer wieder sang er mit. Am Ende gab es Standing Ovations und rasenden Beifall für die große Aretha Franklin.

Die Verleihung des Kennedy-Preises fand bereits am 6. Dezember in Washington statt. Ausgestrahlt wurde die Gala jedoch erst am Dienstag auf dem Sender CBS. Franklin sang bereits zur ersten Amtseinführung Obamas im Jahr 2009 vor etwa zwei Millionen Menschen.

asc/jat
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