Reaktion auf Trumps Uno-Rede Was Barack Obama rät

Das Motto "America First" ist für Barack Obama keine Lösung. Große Probleme, sagte er nach Donald Trumps Uno-Rede, könne man nur gemeinsam mit anderen angehen: "Man muss einfach etwas Verstand haben."

Barack Obama
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Im Gegensatz zu US-Präsident Donald Trumps Credo "America First" beharrt sein Vorgänger Barack Obama auf einem gemeinsamen Lösungsansatz für die Krisen der Welt. Kein Land könne die größten Probleme allein lösen, nicht einmal ein so mächtiges Land wie die USA, sagte Obama.

Trump hatte am Dienstag vor den Vereinten Nationen darauf gepocht, dass jedes Land seine eigenen Interessen an die erste Stelle setzen solle, so wie das die USA unter ihm auch täten.

Obama sagte, während seiner Präsidentschaft sei er für die Haltung angegriffen worden, dass die USA nicht alles allein machen könnten. "Als ob das ein Ausdruck von Schwäche wäre", sagte Obama.

Wenn man an Themen wie den Klimawandel oder globale Migration denke, die durch Dürre oder Hunger verursacht würden, dann könne niemand so etwas selbst lösen, sagte Obama. "Du musst nichts von Deiner Souveränität abgeben, es macht Dich nicht weniger patriotisch, Du musst einfach etwas Verstand haben - und lesen."

Obama sprach auf einem Forum der Bill und Melinda Gates Stiftung. Die Konferenz und eine parallel stattfindende Veranstaltung Michael Bloombergs, ebenfalls ein Milliardär, sind hochkarätig besetzte Foren, bei denen parallel zur Uno-Generaldebatte über Krisenherde und Außenpolitik debattiert wird. In früheren Jahren hatten Bill und Hillary Clinton in der Uno-Woche ihr aufwendiges "Global Initiative" Forum veranstaltet, dieses Jahr aber zurückgezogen.

aev/dpa



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