Barack Obama "Die wohl wichtigste Wahl unseres Lebens"

Nicht nur Donald Trump, auch Barack Obama versucht Wähler vor den Midterm-Wahlen einzuschwören. Der US-Präsident setzt auf Angst vor Migranten, sein Vorgänger macht sich ganz andere Sorgen.
Obama, freiwillige Helfer in Virginia

Obama, freiwillige Helfer in Virginia

Foto: Jacquelyn Martin/ DPA

Zwei Jahre nachdem er sein Amt an den Republikaner Donald Trump abgeben musste, ist der ehemalige US-Präsident Barack Obama wieder auf der politischen Bühne zu sehen. Grund dafür sind die Midterm-Wahlen, von denen sich die Demokraten eine Mehrheit im Repräsentantenhaus erhoffen. Dafür mobilisiert auch Obama die Wähler: Er nannte die Wahlen "die wohl wichtigsten unseres Lebens". Es gehe auch "um den Charakter unseres Landes", schrieb der Demokrat bei Twitter.

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Auf einer Veranstaltung in Indiana, wo der Demokrat Joe Donnelly um seine Wiederwahl als Senator fürchten muss, schwor Obama seine Zuhörer ein: "Die Einzigen, die das Benehmen dieser Republikaner derzeit in Schach halten, seid ihr und eure Stimmen", rief er. Auch in Florida trat er auf. "Eine Wahl wird nicht reichen, um Sexismus, Rassismus oder Homophobie zu beenden", sagte er. "Aber es wäre ein Anfang."

Obama machte die Republikaner und Trump - ohne ihn beim Namen zu nennen - zudem für eine von Lügen getriebene Politik verantwortlich, die das Land spalte. In Indiana und Chicago warnte Obama die Demokraten davor, sich durch Lügen oder Angstmacherei beirren zu lassen.

Trump hingegen warnte vor verheerenden Folgen für die Wirtschaft und einem Einwanderer-Zustrom, sollten die Demokraten seinen Republikanern die Mehrheiten in den beiden Kongresskammern abjagen. "Diese Wahl wird entscheiden, ob wir auf diesem außergewöhnlichen Wohlstand, den wir geschaffen haben, aufbauen", rief Trump Anhängern in Georgia zu. Die Amerikaner müssten sich vor einem linken "Mob" in Acht nehmen und vor dem Migranten-Treck, der sich von Zentralamerika aus der US-mexikanischen Grenze nähere. "Guckt, was da anmarschiert - das ist eine Invasion."

Weder Trump noch Obama stehen am Dienstag selbst zur Wahl. Sie hoffen aber, mit ihren Wahlkampfauftritten dank ihrer Bekanntheit Anhänger und Unentschiedene auf der Zielgeraden zu mobilisieren, um den Kandidaten ihrer Parteien zum Erfolg zu verhelfen.

Foto: SPIEGEL ONLINE (Quelle: US-Repräsentantenhaus)

Bei den US-Kongresswahlen an diesem Dienstag werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus neu vergeben und 35 der 100 Sitze im Senat, der zweiten Kammer des US-Parlaments.

vks/AP/AFP