Baskenland Bomben töten fünf Menschen

Ein Geschäftsmann und vier mutmaßliche Eta-Terroristen sind im Baskenland ums Leben gekommen. Die vier Männer sprengten sich offenbar bei der Vorbereitung eines Attentates in einem Auto in Bilbao selbst in die Luft. Der Unternehmer wurde in der Nähe von Zumaia von einer Autobombe getötet.


Das Auto wurde bei der Explosion völlig zerstört
DPA

Das Auto wurde bei der Explosion völlig zerstört

Madrid - Die erste Detonation am Montagabend ereignete sich kurz vor 23 Uhr in einem Industriegebiet am Rande von Bilbao, wie das baskische Innenministerium am Dienstag mitteilte. Im Umkreis des ausgebrannten Fahrzeugs wurden vier Pistolen und gefälschte Pässe gefunden.

Unter den Toten soll Patxi Rementeria sein, der Chef des berüchtigten Kommandos "Vizcaya", wie aus Behördenkreisen verlautete. Das Kommando gilt als eine der militantesten Eta-Einheiten. Der Bürgermeister von Bilbao, Inaki Azuna, sagte, die Getöteten hätten wahrscheinlich einen Anschlag auf eine Person oder ein Gebäude vorbereitet. Die Detonation war laut der Nachrichtenagentur Efe so heftig, dass einer der Leichname etwa 50 Meter von dem betroffenen Fahrzeug weggeschleudert wurde.

Bei Zumaia wurde der baskische Geschäftsmann Korta Opfer eines Attentats
AP

Bei Zumaia wurde der baskische Geschäftsmann Korta Opfer eines Attentats

Knapp 14 Stunden später detonierte am Dienstagmittag die Autobombe in einem Industriegebiet von Zumaia, etwa 40 Kilometer westlich von San Sebastian. Bei dem Opfer handelt es sich laut einem Rundfunkbericht um José María Korta, den Leiter eines Unternehmensverbands der baskischen Provinz Guipuzkoa. Der Sprengsatz war nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Europa Press an der Unterseite von Kortas Auto angebracht. Korta galt als Kritiker der Eta.

Der Kampf der Eta für ein unabhängiges Baskenland hat in den letzten 30 Jahren rund 800 Menschenleben gefordert. Seit die Organisation im vergangenen Dezember eine 14-monatigen Waffenruhe aufkündigte, haben ihre Aktivisten bei 18 Anschlägen acht Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.



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