Baskenland ETA-Autobomben verletzen sechs Menschen

Im spanischen Baskenland sind in der Nacht zwei Autobomben explodiert. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt. Hinter den Anschlägen steckt vermutlich die baskische Untergrundorganisation ETA.


Bilbao - Mutmaßliche Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA haben am Sonntag zwei Anschläge mit Autobomben im spanischen Baskenland verübt. Bei einem der Anschläge wurden nach Angaben der Behörden wenigstens sechs Menschen verletzt.

Eine Autobombe war gegen 4.30 Uhr in der Nähe des Polizeikommissariats der Kleinstadt Ondarroa bei Bilbao detoniert. Zwei Beamte und vier Passanten erlitten Verletzungen. Vor der Explosion hatte es keine Warnung gegeben.

Wenige Stunden zuvor war bereits in Vitoria, der Hauptstadt des spanischen Baskenlands, eine in einem Auto versteckte Bombe detoniert. Bei diesem Anschlag wurden keine Menschen verletzt. Es entstand aber schwerer Sachschaden. Die Explosion ereignete sich in einem Geschäftsviertel vor dem Hauptsitz einer Sparkasse.

Ein anonymer Anrufer hatte 45 Minuten vor der Explosion bei der Polizei im Namen der ETA eine Warnung vor der Bombe durchgegeben. Daraufhin ließ die Polizei das Gebiet räumen und absperren. Das Sparkassengebäude und umliegende Häuser wurden nach Angaben der Sicherheitskräfte durch die Explosion beschädigt.

Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA betrachten die militanten Untergrundkämpfer als Terrororganisation.

phw/dpa/AFP



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