Behörden im Visier Anschlagsserie erschüttert Stadt im Osten Chinas

In der chinesischen Stadt Fuzhou sind am Morgen drei Bomben in der Nähe von Regierungsgebäuden explodiert. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Die Behörden vermuten einen verärgerten Bauern hinter der Tat.


Peking - In der Stadt Fuzhou im Osten Chinas haben sich offiziellen Angaben zufolge am Donnerstagmorgen kurz nacheinander drei Explosionen ereignet. Ein Sprecher der Regierung der Provinz Jiangxi sagte, der Täter habe um kurz nach 9 Uhr Ortszeit zugeschlagen. Bei der ersten habe es sich um eine Explosion in einem Auto in der Garage der örtlichen Staatsanwaltschaft gehandelt, die zweite Bombe ging in einem Gebäude des Rathauses der Stadt hoch. Der dritte Sprengsatz explodierte ebenfalls in einem Auto nahe der Nahrungsmittelbehörde von Fuzhou.

Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu möglichen Opfer. Laut Xinhua kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere seien verletzt worden sein. Etliche Scheiben gingen zu Bruch.

Xinhua berichtete weiter, für die Vorfälle sei ein Mann verantwortlich, gegen den derzeit ein gerichtliches Verfahren läuft. Eine Quelle in der Provinzregierung verdächtigte laut Xinhua einen verärgerten Bauern, der sich mit den Explosionen habe rächen wollen. Einzelheiten wurden aber nicht genannt. Der Mann sei auf der Flucht.

Am 13. Mai hatte ein Mann einen Brandanschlag auf eine Bank im Nordwesten von China verübt, der früher dort gearbeitet hatte. Dutzende Menschen waren verletzt worden.

ffr/AFP/dpa



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